Produktsicherheit in der chemischen Industrie: REACH, CLP, GHS & Co.

28. und 29. Januar 2019, Fachtagung
30. Januar 2019, Workshop
Düsseldorf

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Intro / Agenda / Referenten / Sponsoren / Medienpartner / Impressionen / Veranstaltungsort / Präsentationen

Agenda

Programm als PDF

Montag, 28. Januar 2019

8.30 Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Tagungsunterlagen

8.50
Eröffnung des ersten Tages durch die Vorsitzenden
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG
Dr. Björn Nehls, Leiter Chem-Academy

9.00
Herausforderungen in und außerhalb Europas aus Sicht der Produktsicherheit
• Nach der REACH-Registrierung 2018: Wie können die mit REACH verbundenen Ziele erreicht    werden?
• Update SAICM: Wie die chemische Industrie globale Verantwortung wahrnimmt
• REACH als Vorbild internationaler Chemikalienregulierung
• Gegenbewegungen zur Harmonisierung: TSCA, der Brexit & M Co.
• Wie lässt sich das Zusammenspiel von Behörden und Industrie zum beidseitigen Nutzen    optimieren?
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

9.50
REACH und die Produktsicherheit nach der Registrierungsfrist aus Sicht der Bundesbehörde
• Die BAuA an der Schnittstelle von europäischen und föderalen Behörden: Umsetzung von    europäischer Politik im nationalen Rahmen
• Tätigkeitsschwerpunkte des REACH-Helpdesks im Nachgang der Registrierungsfrist 2018
• REACH im Zusammenspiel mit verwandten regulatorischen Vorgaben
• Welche Aufgaben stellen sich den Verantwortlichen für Produktsicherheit mittlerweile?
• Umgang mit bestehenden Ausnahmeregelungen
Dr. Raimund Weiß, Fachbereich 5: Bundesstelle für Chemikalien, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

10.40 Kaffeepause und Networking

11.10
Neue Entwicklungen und Unwägbarkeiten im Zulassungsprozess
• Aktuelle Annex XIV-Einträge und Empfehlungen
• Ausnahmen bei F&E – das Spannungsfeld bei „Controlled Conditions“
• Umgang mit „Future Business“
• Die Zukunft der Upstream Supply Chain-Anträge
• Stolperstein Auflagen – Umsetzung und Timelines
• Relevanz von M&A-Aktivitäten für den Zulassungsstatus
Dr. Martina Vosteen, Principal, Ramboll Environment & Health GmbH

12.00
Kriterien, Guidance und anstehende Entwicklungen bei den Endokrinen Disruptoren
• Was ist der aktuelle Sachstand bezüglich der Kriterien und Guidance zu ED?
• Definitionen: endokrin aktive Substanzen vs. endokrine Disruptoren
• Zentrale Elemente der vorliegenden ECHA/EFSA-Guidance
• Validierte Methoden für Tests
• Globale Entwicklungen in der Diskussion zu Endokrinen Disruptoren
• Praktische Implikationen der regulatorischen Entwicklungen für Hersteller von Chemikalien,    Bioziden und Pflanzenschutzmitteln
Ellen Dhein, Corporate Environmental Affairs, Bayer AG

12.50 Gemeinsames Mittagessen

14.20
Sichere und vollständige Kommunikation von Expositionsszenarien
• Expositionsszenarien in der Lieferkette: nur für Stoffe?
• Das ENES-Arbeitsprogramm bis 2020: Zielsetzungen, Strategie und Maßnahmen
• Anforderungen an den Informationsfluss up- und downstream
• Der Aufwand bei der Kommunikation sicherer Verwendungsbedingungen
• Wo müssen geeignete IT-Lösungen ansetzen?
• Wie kann die Übereinstimmung von REACH Chemical Safety Assessment, SDB-Informationen und    lokaler Arbeitsplatzssicherheit gewährleistet werden?
Dr. Erika Kunz, Global Product Stewardship, Head of Global Registration and Evaluation of Chemicals, Clariant Produkte (Deutschland) GmbH

15.10
Zielsetzungen und bisherige Erkenntnisse aus dem REACh2SDS-Projekt
• Untersuchungsgegenstand und Zeitrahmen des Projekts
• Wie ist die Qualität des Informationstransfers vom Chemical Safety Report (CSR)SR zum eSDB    einzuschätzen?
• Beispiele für unzureichende Informationen in den CSR
• Nutzen der Daten für die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz
• Vorläufige Projektergebnisse in der Zusammenfassung: Wo bestehen Informationslücken und    Kommunikationsprobleme in der Lieferkette?
Nicoletta Godas, Wissenschaftliche Leitung Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

16.00 Kaffeepause und Networking

16.30
Vorbereitungen für 2020 zur Umsetzung von Art. 45 CLP-VO
• Kernelemente des Art. 45: Wer meldet was, wie, wohin und wann?
• Kann der Art. 45 der CLP-VO effizient umgesetzt werden?
• Erforderliche Vorbereitungen bis 2020
• Die CLP-Verordnung im Kontext umfassender Produktsicherheit und der globalen Gefahrenkommunikation
Karin Merkl, Head of Regulatory Intelligence, Merck KGaA

17.20 Zusammenfassung durch die Vorsitzenden

17.30 Ende des ersten Veranstaltungstages

18.00 Abendveranstaltung
Im Anschluss an das offizielle Programm lädt die Chem-Academy alle Referenten und Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Imbiss mit Getränken ein. Lassen Sie die Eindrücke des Tages gemütlich ausklingen. Nutzen Sie die ungezwungene Atmosphäre, um wertvolle Kontakte zu vertiefen.

 

Dienstag, 29. Januar 2019

08.30
Eröffnung des zweiten Tages durch den Vorsitzenden
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

8.40
Koordinierte Marktüberwachung von Chemikalien im föderalen System
• Erwartungen an die Marktüberwachung in der EU und Deutschland
• ECHA-Forum: Zielsetzung, Kooperation und Kommunikation
• Rechtliche Grundlagen der sektorübergreifenden Marktüberwachung von Chemikalien sowie der    Inverkehrbringensvorschriften
• Aufgaben der deutschen Servicestelle für die stoffliche Marktüberwachung
• Schwerpunkte und Erkenntnisse aus aktuellen Vollzugsprojekten
• Anstehende Schwerpunkte der Marktüberwachung
Sibylle Wursthorn, Referentin, Referat Marktüberwachung, Chemikalien- und Produktsicherheit, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

9.30
Registrierung als Zwischenprodukt – Privileg mit Bedingungen
• Zusammenarbeit der zuständigen Behörden
• Chemikalienrechtliche Marktüberwachung – aktive vs. reaktive Elemente in der Praxis
• Zwischenprodukte als Gegenstand des Überwachungsprojekts in Hessen
• Planung und Durchführung von Überwachungsmaßnahmen
• Anstehende Schritte in der Marktüberwachung am Beispiel des Bundeslands Hessen
Angelika Hoops, Dez. IV/F 43.2 - Immissionsschutz – Chemie West, Chemikalienrecht -, Abt. Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt, Regierungspräsidium Darmstadt

10.20 Kaffeepause und Networking

10.50
Harmonisierung erreicht? - Ein Blick auf die Änderungen der Einstufungskriterien für Gefahrgüter der Klasse 8 („ätzende“ Stoffe und Gemische)
• Was waren die bisherigen Einstufungskriterien für „ätzende“ Gefahrgüter?
• Warum war eine Anpassung der Kriterien erstrebenswert?
• Vergleich der neuen Einstufungskriterien (2019) für Gefahrgüter der Klasse 8 mit denen der    CLP-VO
• Führen die Neuerungen zu einer weiteren Harmonisierung zwischen Umgangs- und    Transportrecht?
• Welche Auswirkungen hat die Änderung des Gesetzes für die Gefahrgutklassifizierung Ihrer    Produkte?
Dr. Nebia Eschweiler, Project Manager, Product Safety, knoell Germany GmbH

11.40
Brexit: Auswirkungen in der Lieferkette
• Welche Brexit-Szenarien sind noch denkbar?
• Die rechtliche Situation britischer Unternehmen nach dem 29. März 2019
• Auswirkungen des Brexits auf REACH: Registrierungen und Zulassungen
• Szenarien für den Marktzugang in UK nach aktuellem Verhandlungsstand
• Welche weiteren Wirkungen auf den Handel sind zu erwarten?
Dominik Jaensch, Abteilung Recht und Steuern, Nachhaltigkeit, VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.)

12.30 Gemeinsames Mittagessen

14.00
Chemikalien im regulativen Umfeld der Automobilindustrie
• Anforderungen bezüglich Compliance und Chemikalienregulierung in einem globalen Markt
• Das Internationale Materialdatensystem (IMDS) als Grundlage für REACH-Compliance
• Stoffinformationsmanagement innerhalb der Automobilindustrie: GADSL und GLAPS
• Ein Ausblick auf die Wasteframe Directive
• Herausforderungen zwischen Authorisation und Restriction bei Ersatzteilen
Stefan Riewer, Leiter Chemische Analytik, Ford-Werke GmbH

14.50
REACH-Review und der Ausblick auf die Chemikalienregulierung in der EU
• Generelle regulatorische Zielsetzungen und der 2. REACH Review
• Erwartungen an die Aktualisierung von Dossiers
• Was tun bei drohendem Verlust von Registrierungen?
• Auswirkungen auf die Herstellung von Erzeugnissen
• Welche Entwicklungen des Brexit müssen aus regulatorischer Sicht antizipiert werden?
• Folgerungen und Maßnahmen durch den REACH Review
Dr. Suzanne Wiandt, Gruppenleiterin Gruppe 5.1 "REACH Helpdesk, Chemikalienprüfung", Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

15.40 Kaffeepause und Networking

16.10
Status quo und Perspektiven unter REACH
• REACH nach der Registrierungsfrist 2018: Was ist gut, was ist zu verbessern?
• Der Blick der Industrie auf anstehende regulatorische Entwicklungen
• Ressourcen der Produktsicherheit: bestehende Engpässe und wie man sie berücksichtigen kann
• Wie lässt sich der Aufwand der Produktsicherheit ökonomisch und effektiv gestalten?
• Wie können alle Beteiligten zu einer Versachlichung der Diskussionen beitragen?
Dr. Andrea Paetz, Regulatory Policy, Bayer AG

17.00 Zusammenfassung durch die Vorsitzenden

17.15 Ende der Fachtagung

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Mittwoch, 30. Januar 2019

8.30 Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Unterlagen zum Workshop
9.00 bis 16.30 Vorbereitungen auf den Brexit

Inhalte des Workshops
Die britische Regierung hat am 24. September 2018 eine Guidance mit dem Titel „Regulating chemicals (REACH) if there’s no Brexit deal” veröffentlicht, die das worst case scenario eines ungeordneten Ausscheidens von Großbritannien aus der EU behandeln, aber zugleich eine Vorstellung von den ohnehin zu erwartenden Herausforderungen im Übergang vermitteln. Die Guidance formuliert die Zielsetzungen der britischen Regierung, u.a. den wechselseitigen Marktzugang ohne vorübergehende Disruption. Darüberhinaus werden Übergangsfristen und Kernpunkte der Chemikalienregulierung angedeutet.
Unabhängig von dem festen Willen, einen möglichst reibungsarmen Übergang von einem regulatorischen System in ein anderes zu gewährleisten, stehen doch erhebliche Änderungen an. Betroffene Unternehmen müssen hier ihrerseits Vorkehrungen treffen und Schlüsselfragen beantworten:
• Wie verändern sich die Rollen von Herstellen. Importeuren oder nach geschalteten Anwendern    und somit möglicherweise die einhergehenden Verpflichtungen?
• Welche Daten sind für den Zielmarkt Großbritannien in einer Übergangsphase erforderlich, und    welch Fristen gelten überhaupt, z.B. für Meldungen und Zulassungen?
• Wie wird die Erfassung von Chemikalien in Großbritannien behördlicherseits in dem    angekündigten IT-System abgebildet?
• Unter welchen Umständen können Registrierungen eines in UK ansässigen Unternehmens in die    EU bzw. dem Europäischen Wirtschaftsraum transferiert werden?

1
Das Brexit-Szenario und die zu erwartenden Folgen für Handel und Regulierung

Der Workshop befasst sich mit denjenigen Maßnahmen, die Unternehmen zur Sicherung ihrer Supply Chain sowie zur Erhaltung ihrer Lieferbeziehungen nach Großbritannien einleiten müssen. Dazu werden eingangs die voraussichtlichen Wirkungen des Brexits auf Handel und Regulierung zusammengefasst und der Stand der Verhandlungen für eine wechselseitige Anerkennung der jeweiligen regulatorischen Systeme diskutiert.
• Was bedeutet das aktuelle Brexit-Szenario für Handelsbeziehungen?
• Regulierung in der EU vs. Regulierung in Großbritannien
• Welche Daten der ECHA werden zur Verfügung stehen?

2
Bestehende und zukünftige Rollen unter REACH

In einem nächsten Schritt setzen sich die Teilnehmenden mit den aktuellen Rollen unter REACH auseinander und analysieren, welche Änderungen hier mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU vollzogen werden: Nachgeschaltete Anwender werden gegebenenfalls Importeure, Only Representatives wechseln, Registranten können sich ändern.
Um insbesondere die Liefersicherheit nicht zu gefährden, ist neben einem Portfoliocheck im Sinne einer Übersicht betroffener Stoffe und Gemische auch wiederum viel Kommunikation erforderlich. Wie können betroffene Unternehmen sicherstellen, keine Details zu übersehen? Ab wann und unter welchen Bedingungen lohnt sich, wenn der Wegfall eines Lieferanten droht, beispielsweise eine Neugestaltung der Lieferbeziehungen oder auch eine eigene Registrierung? Wie können Alternativen evaluiert werden, ohne unnötigen Aufwand zu betreiben?
• Kernpunkte von Registrierung und Zulassung
• Entstehende Verpflichtungen durch veränderte Rollen ohne REACH
• Vorgehensweise beim Portfoliocheck
• Auswirkungen auf Einstufung und Kennzeichnung

3
Management von Schnittstellen

Ein Teil des Workshops wird in diesem Zusammenhang das Management von Schnittstellen thematisieren. Hier richtet sich der Blick sowohl nach innen, u.a. auf das Beschaffungswesen und Legal, als auch nach außen zu weiteren Betroffenen in der Wertschöpfungskette.
• Kommunikation von Änderungen innerhalb des Unternehmens
• Informationspflichten in der Lieferkette
• Wie können die erforderlichen Informationen und Daten eingeholt werden?

4
Marktzugang nach Großbritannien

Schließlich soll in Grundzügen auch diskutiert werden, wie EU-basierte Unternehmen den Marktzugang in Großbritannien aufrechterhalten können. Die britische Regierung nennt dazu einerseits wichtige Eckpunkte – wenig Disruption, Kontinuität der Standards bei Gesundheit und Umwelt, keine Beeinträchtigungen der Wertschöpfungsketten, schrittweise Registrierungen und Zulassungen in einer Übergangsphase -, doch bis auf weiteres sind keine konkreten Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Darüberhinaus drohen in Großbritannien Engpässe bei Ressourcen wie der IT oder dem mit Regulierung vertrauten Personal, die das Projektmanagement beeinflussen werden.
• Zentrale Elemente der Chemikalienregulierung in Großbritannien
• Behördliche Zuständigkeiten und Interaktion mit der ECHA
• Vorhandene IT-Systeme und Datenbanken in UK

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