Produktsicherheit in der chemischen Industrie

20. und 21. Januar 2020, Fachtagung
22. Januar 2020, Workshop
Bonn
 

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Agenda

Programm als PDF

Montag, 20. Januar 2020

8.30 Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Tagungsunterlagen

8.45
Eröffnung des ersten Tages durch die Vorsitzenden
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG
Dr. Björn Nehls, Leiter Chem-Academy

8.50
Herausforderungen in und außerhalb Europas aus Sicht der Produktsicherheit
• Nach der REACH-Registrierung 2018: Wie können die mit REACH verbundenen Ziele erreicht    werden?
• Update SAICM: Wie die chemische Industrie globale Verantwortung wahrnimmt
• REACH als Vorbild internationaler Chemikalienregulierung
• Gegenbewegungen zur Harmonisierung: TSCA, der Brexit & M Co.
• Wie lässt sich das Zusammenspiel von Behörden und Industrie zum beidseitigen Nutzen    optimieren?
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

9.25
Behördliche Erwartungen an die Umsetzung von REACH und verwandten Regelwerken
• Aktuelle Impulse von EU und ECHA mit Wirkung auf die nationalen Rahmen
• Gegenwärtige Tätigkeitsschwerpunkte des REACH-Helpdesks
• Wie kann der wachsende Informationsbedarf zu Stoffen gedeckt werden?
• Beobachtungen der BAuA zu Beschränkungen unter der REACHVerordnung
• Wie können regrettable substitutions verhindert werden?
Dr. Raimund Weiß, Fachbereich 5: Bundesstelle für Chemikalien, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

10.00 Kaffeepause und Networking

10.30
Informationsbedarf zur Gefahrstoffbeurteilung unter REACH aus Sicht des BfR
• Zielsetzungen der europäischen Behörden
• Umsetzung auf europäischer Ebene vs. Maßnahmen in den Mitgliedsstaaten
• Verbesserungspotenziale bei der Dossierqualität: Wie können bestehende Lücken behoben werden?
• Anforderungen an das Update eines Dossiers
• Beschränkungen als Instrumente des Verbraucherschutzes
Dr. Agnes Schulte, Leiterin Fachgruppe 72 „Chemikaliensicherheit“, BfR Bundesinstitut für Risikobewertung

11.05
Dossierqualität – ein kritischer Faktor aus Sicht der Industrie
• Status quo: Was sind die gängigen Mängel bei vorliegenden Registrierungsdossiers?
• Organisatorische Vorkehrungen zur kontinuierlichen Qualitätssicherung von Dossiers
• Arbeitsteilige Vorgänge intern strukturieren
• Wie hilfreich sind kommerzielle oder öffentlich verfügbare Tools?
• Erfahrungen aus dem Pilotprojekt der ECHA zur Dossierqualität
Dr. Susanne Trebert Haeberlin, Manager Regulatory Compliance and Advocacy, Shell Chemicals

11.40
Innovative Technologien für die globalen Compliance-Herausforderungen in
der Produktsicherheit

• Am Beispiel ausgewählter Szenarien
• On premise, cloud und/oder product stewardship as a service
•Die Megatrends – wie geht es weiter?
Ralf Droge, Managing Director, HELASOFT GmbH

12.15 Gemeinsames Mittagessen

13.35
European Enforcement of Chemicals Regulation as a Capital Value for Legislation
• Enforcement as part of the broader picture
• REACH as a key element of the world of chemicals regulation
• Conclusions from the Fitness Check
• Upcoming steps to a circular economy
Erwin Annys, Head of Unit Support and Enforcement, ECHA European Chemicals Agency
Dieser Vortrag wird in englischer Sprache gehalten

14:10
Das ENES-Arbeitsprogramm 2020: Fragestellungen, Tools, Erkenntnisse
• Zentrale Fragen zur Kommunikation in der Lieferkette
• Zielsetzungen des ENES-Arbeitsprogramms 2020
• Der nachgeschaltete Anwender
• Tools zur Kommunikation (z.B. Chesar, ESCom, Use Maps, SUMI, LCID)
• Entwicklungen im REACh2SDS-Projekts
• Eindrücke vom ENES 12th Meeting
Nicoletta Godas, Wissenschaftliche Leitung Gefahrstoffe und biologische
Arbeitsstoffe, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

14.45
Chemikalienregulierung und ihre Herausforderungen für die Hersteller von
Erzeugnissen

• Nachhaltigkeitsanforderungen und ihre Umsetzung in der Automobilbranche
• Impact Assessment und Wasteframework Directive: Zielsetzung und tatsächliche Folgen
• Vorhandene Daten (IMDS) vs. Datenmanagement im Kontext von REACH-regulierten Chemikalien aus Sicht eines Erzeugnisherstellers
• Wie können betroffene Branchen mit der dynamisch wachsenden Kandidatenliste umgehen?
• Funktionierende Elemente der Circular Economy
Timo Unger, Manager Environmental Affairs, Hyundai Motor Europe Technical Center GmbH

15.20 Kaffeepause und Networking

15.50
Produktverteidigung – von der SIN-Liste bis zur Zulassung
• Etappen zur Einflussnahme und Handlungsmöglichkeiten
• Nutzung der RMOA - Risikomanagement-Optionsanalyse
• Chancen in den öffentlichen Konsultationen
• Erfahrungen mit Beschränkung und Zulassung
Dr. Martina Vosteen, Principal, Ramboll Deutschland GmbH

16.25
Kernelemente von guter Product Stewardship
• Schutzziele und aktuelle Trends im Umfeld der europäischen Chemikalienregulierung
• Wie kann das Zusammenspiel von Politik, Behörden und Industrie verbessert werden?
• Warum sind Konzept und Realität gegenwärtig so schwer in Einklang zu bringen?
• Was macht gute Product Stewardship aus?
Dr. Erika Kunz, Global Product Stewardship, Head of Global Registration and
Evaluation of Chemicals, Clariant Produkte (Deutschland) GmbH

17.00 Zusammenfassung durch die Vorsitzenden

17.15 Ende des ersten Veranstaltungstages

18.00 Abendveranstaltung
Im Anschluss an das offizielle Programm lädt die Chem-Academy alle Referenten und Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Imbiss mit Getränken ein. Lassen Sie die Eindrücke des Tages gemütlich ausklingen. Nutzen Sie die ungezwungene Atmosphäre, um wertvolle Kontakte zu vertiefen.

 

Dienstag, 21. Januar 2020

9.00
Eröffnung des zweiten Tages durch den Vorsitzenden
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

9.10
Die Umsetzung von Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten am Beispiel der Textilindustrie
• Welche Felder umfasst ein verantwortungsvolles Handeln in Bezug auf Umwelt?
• Was sind Erwartungen von Kunden, Gesellschaft und Gesetzgeber?
• Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Umsetzung?
• Welche Lösungsansätze gibt es beim Beispiel Chemikalienmanagement?
Johanna von Stechow, Head of Environmental Protection, Tchibo GmbH

9.45
Der Vorschlag der ECHA zur Beschränkung von Mikroplastik in Produkten für professionelle Anwender und Endverbraucher
• Definition des Begriffs Mikroplastik
• Vorkommen und Verbreitung, Problematik in der Umwelt
• Beschränkungsvorschlag der ECHA: Inhalt, Risikobewertung, Umfang des Verbots
• Aktuelle Entwicklungen und zeitlicher Rahmen
• Auswirkungen auf die chemische Industrie bei Eintritt des Verbots
Dr. Andrea Uptmoor, Chemicals Customized, knoell Germany GmbH

10.20 Kaffeepause und Networking

10.50
Substitution in der Praxis der Oberflächentechnik
• Die Substitutionsstrategie der ECHA und die sich ergebenden Herausforderungen für die    Industrie
• Besondere Herausforderungen für KMU
• Fallstudien: Was wird substituiert und wie?
• Warum es „die“ Lieferkette als Grundlage für generelle Entscheidungen nicht gibt
• Kriterien für gelungene und nachhaltige Substitution
• PACT, CoRAP, RMOA, etc.: Indikatoren für regrettable substitutions erkennen
Dr. Malte-Matthias Zimmer, Ressortleiter Umwelt- und Chemikalienpolitik, Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO)

11.25
Ein Leitfaden zur Substitution
• Substitutionspflicht und -prüfung auf Basis der (neuen) TRGS 600 „2020“
• Substitution: Vorteile, Grenzen und Beispiele aus der Praxis
• Oft das falsche Vorgehen: Substitution mit (noch) kennzeichnungsfreien Stoffen
• Schnittstelle REACH/Arbeitsschutz: REACH-Beschränkung von NMP – gibt es
  Substitutionsmöglichkeiten?
• Bewertungen von Gefährdungen anhand von Spalten- und Gefährdungsmodell
Dr. Birgit Stöffler, Sicherheitsexpertin Merck, Lehrbeauftragte an der TU Darmstadt, Sachverständige im AGS (Ausschuss für Gefahrstoffe)

12.00
Status quo der Marktüberwachung in Deutschland
• Zielsetzung „level playing field“: Marktüberwachung in Deutschland, der EU und dem ECHA-Forum zu Enforcement
• Erkenntnisse aus den bisherigen REF-Projekten
• Sektorübergreifende Marktüberwachung und die Schnittstelle zum Zoll
• Aufgaben der deutschen Servicestelle für die stoffliche Marktüberwachung
• Elemente der aktiven vs. der reaktiven Überwachung
Sibylle Wursthorn, Referentin, Referat Marktüberwachung, Chemikalien- und Produktsicherheit, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

12.35 Gemeinsames Mittagessen

13.55
Art. 45 der CLP-Verordnung: Informationsanforderungen der GIZ
• Konkrete Herausforderungen für die Beratenden bei möglichen Vergiftungen
• Erfahrungen der GIZ mit den bisherigen Informationspflichten
• Sicherheitsgewinne durch präzisere Informationen
• Umgang mit Risiken abseits der gewöhnlichen Vergiftungsfälle
• Verzögerte Wahrnehmung von produktbezogenen Risiken: Wie können die GIZ ihre Erkenntnisse kommunizieren?
Dr. Uwe Stedtler, Stellvertretender Leiter der VIZ, Universitätsklinikum
Freiburg, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Vergiftungs-Informations-Zentrale (VIZ)

14.30
Art. 45: Worin bestehen die Herausforderungen für die Industrie?
• Nationale Umsetzung: Mitteilungen an das BfR über das Portal der ECHA
• Technische Herausforderungen
• Das Generieren von UFIs
• Gelungene vs. verbesserungswürdige Elemente des Art. 45
• Welche Produktinformationen müssen verfügbar sein?
• Kriterien für die Datenqualität
Dr. Friederike Paven, PRA Global Product Regulatory Affairs, Covestro  Deutschland AG

15.05 Kaffeepause und Networking

15.35
Chemikalienmanagement im Mittelstand
• Praktische Anforderungen an die Kommunikation unter REACH aus der Sicht eines Herstellers von Gemischen
• Auswirkungen minderer SDB-Qualität auf nachgeschaltete Anwender
• Internationale Herausforderungen durch variierende Rohstoffverfügbarkeit
• Ressourcenmanagement in der automatisierten Gefahrstoffbeurteilung
• Gegenwärtige und mutmaßliche künftige Auswirkungen des Brexits
Roman R. Gimmini, Manager Regulatory Affairs, KARL WÖRWAG Lack- und Farbenfabrik GmbH & Co KG

16.10
Der Blick über den europäischen Tellerrand
• REACH als Startpunkt für globale Chemikalienregulierung
• Internationale Herausforderungen durch parallele regulatorische Systeme
  - Korea, USA/TSCA, Türkei: KKDIK
• Bestehende Synergien und Risiken
• Informationserfordernisse entlang der Wertschöpfungskette
Gesine Reimann, Senior Manager Product Stewardship, Celanese Services
Germany GmbH

16.45 Zusammenfassung durch die Vorsitzenden

17.00 Ende der Fachtagung

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