Produktsicherheit in der chemischen Industrie

18. und 19. Januar 2021 – Fachtagung
20. Januar 2021 – Workshop
Bonn und als Webkonferenz
 

 PDF Agenda Save the date Newsletter Share

Intro / Agenda / Workshop / Referenten / Sponsoren  / Impressionen / Veranstaltungsort / Präsentationen

Agenda

Programm als PDF

Montag, 18. Januar 2021

8.50
Eröffnung des ersten Tages durch die Vorsitzenden
Dr. Björn Nehls, Leiter, Chem-Academy,
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

9.00
Die Produktsicherheit in der chemischen Industrie: konzeptionelle und operative Schwerpunkte
• Anforderungen an gute Product Stewardship: das Aufgabenspektrum und die Gestaltungsmöglichkeiten
• Nachhaltiges Chemikalienmanagement: Was kommt noch auf die Produktsicherheit zu?
• Wie wirkt sich die Chemikalienregulierung auf verwandte Rechtsbereiche aus?
• SAICM als Prozess: Status quo in Corona-Zeiten
• Globale Chemikalienregulierung und Grad der Harmonisierung
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship,
Evonik Industries AG

9.40
European Chemicals Regulation as a Capital Value for Legislation
Erwin Annys, Head of Unit Support and Enforcement, European Chemicals Agency (ECHA)
Dieser Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

10.20 Kaffeepause und Networking

10.50
Chemikalienregulierung in der EU: die Perspektive der BAuA
• Aspekte der europäischen Chemikalienregulierung und die Umsetzung im nationalen Rahmen
• Frageschwerpunkte aus dem Helpdesk der BAuA
• Die Durchführungs-Verordnung zur Evaluierung von Dossiers: Definitionen und Inhalte
• Die Folgen veränderter Einstufung
• REACH-Anhänge zu Nanomaterialen
• Neuerungen bei den Beschränkungen
Dr. Raimund Weiß, Fachbereich 5: Bundesstelle für Chemikalien, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

11.30
Automatisierungen und künstliche Intelligenz als Schlüssel effektiver Product Stewardship-Lösungen
• Digitale Lösungen: Wo lassen sich Effizienzgewinne erzielen?
• Beispiele der Anwendung von künstlicher Intelligenz in Product Stewardship
• Dokumentenmanagement und Datenextraktion in der chemischen Industrie
• Automatisierung: Erfolgsfaktor für sich wiederholende Vorgänge
• Chemikalienregulierung: Regelwerke und wie sie interagieren
• Wie kann die Produktsicherheit der Zukunft durch intelligente Technologien gestützt werden?
Markus Nörtemann, Managing Director, HELASOFT GmbH

12.10 Gemeinsames Mittagessen

13.30
Anforderungen an die Chemikalienregulierung aus Sicht einer NGO
• Perspektive von ChemSec zur EU-Chemikalienregulierung (EU Green Deal, Chemikalienstrategie)
• Welchen Nutzen bringt die SIN-List?
• Mögliche Verbesserungen in der Umsetzung von REACH
• Die Circular Economy als gesellschaftliche Notwendigkeit
• Substitution als ein Baustein für nachhaltiges Chemikalienmanagement
• Warum nachhaltiges Handeln Vorteile bringt
Sonja Haider, Senior Business and Investors Advisor, ChemSec

14.10
Die Chemical Strategy der EU aus Sicht der Industrie
• Die Chemikalienstrategie der EU und der New Green Deal
• Wo bestehen Chancen und Risiken für die Industrie?
• REACH als konzeptionelle Grundlage: kommende Herausforderungen
• Welche Perspektiven hat die SVHC Roadmap?
• Ausblick: Was sind denkbare Szenarien für die nächsten 10 Jahre?
• Welche Weichenstellungen müssen Hersteller und nachgeschaltete Anwender vornehmen?
Teresa Bernheim, Corporate Communications, Manager Chemicals Policy, Lanxess Deutschland GmbH

14.50
PFAS – Wege durch die komplexe Chemie und Regulatorik
• Warum PFAS so vielfältig eingesetzt wird - chemische Besonderheiten und Verwendungen
• Der PFAS-Stammbaum und bekannte Familienmitglieder
• Aktuelle und zukünftige Regulatorik in der EU
• „Regrettable substitution“ im Zusammenhang mit PFAS
• Substitution von PFAS mit Hilfe von GreenScreen-Kriterien
Dr. Miriam Schöpel, Senior Consultant, Ramboll Deutschland GmbH

15.30 Kaffeepause und Networking

16.00
Einfluss der europäischen Chemikalienverordnungen auf Stoffe in geringen Volumina
• Zulassung, Beschränkung, POPs: Regulatorische Rahmenbedingungen und Ausnahmen
• Grouping als Grundlage zur Erfassung großer Stoffgruppen
• Gruppierung vs. Mengen: Priorisierung bei der Auswahl für RMOA
• Drohende regulatorische Sackgassen: Unschärfen und Inkonsistenzen und ihre Wirkung in der Praxis
• Implikationen für Kleinstmengen
Dr. Thomas Berbner, Senior Regulatory Affairs Manager, Life Science | Hazard Communication & Chemical Regulation, Merck KGaA

16.40
EU-REACH und UK-REACH:
Unterschiede und Gemeinsamkeiten nach dem Brexit
• Der Brexit und der regulatorische Rahmen nach der Übergangsphase
• Strukturen der Chemikalienregulierung in UK ab dem 1. Januar 2021
• Wie kann der sichere Marktzugang in UK gewährleistet werden?
• Zu beachtende Fristen für Hersteller und Downstream User aus der EU
• Datenmanagement und Nutzung von Daten für UK-REACH
• Blick in die Zukunft: Regulierungsdivergenz
Hannah Widemann, Associate, Steptoe & Johnson LLP

17.20 Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

17.30 Ende des ersten Tages

 

Dienstag, 19. Januar 2021

9.00
Eröffnung des zweiten Tages durch den Vorsitzenden
Dr. Volker J. Soballa, Vice President, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

9.10
Entwicklungen beim Thema Polymerregistrierung unter REACH und weiterer
Polymerregulierungen

• Aktuelle regulatorische Situation von Polymeren unter REACH
• Kriterien zur Identifizierung von Registrierungsanforderungen von Polymeren
• Potenzielle Registrierungsanforderungen, Strategien und Risikobewertung
• Vergleich weiterer, existierender Registrierungsanforderungen mit REACH
Dr. Yawei Zhang, Project Manager, knoell Germany GmbH

9.50
Neue Herausforderungen: Polymere unter EU REACH
• Polymere im Gemisch: Wirkungen auf CLP
• Die Umsetzung von regulatorischen Anforderungen an Polymere in der Wertschöpfungskette: Was sind die kritischen Punkte?
• Polymerregistrierung und Mikroplastik
• Was hilft bei der Verwirklichung von Schutzzielen?
Dr. Martin Klatt, Head of Product Stewardship Regional Business Unit Dispersions and Resins Europe, BASF SE

10.30 Kaffeepause und Networking

11.00
Material Compliance im komplexen Erzeugnis
• Regulatorische Bezugspunkte abseits von REACH
• Laufzeiten und Ersatzteile: Compliance-Herausforderungen bei langlebigen Produkten
• Strukturen im Informations- und Datenmanagement rund um EHS
• Kommunikation bei einem Hersteller von Erzeugnissen
  – innerhalb der Wertschöpfungskette
  – unternehmensintern
• Substitution vs. Verlässlichkeit
Dr. Oliver Schön, Chemical Information Management, HAZMAT Program – EDIRH, Airbus Helicopters Deutschland GmbH

11.40
Erzeugnisse: Herausforderungen der Chemikalienregulierung für einen Discounter
• Chemikalienregulierung und wo sie einen Discounter (be)trifft
• Konkrete Verpflichtungen unter REACH: Lieferanten und Kunden
• Ein Erzeugnis oder doch mehrere: Wie schwierig es ist, an einem Endprodukt die tatsächlich vorhandenen Erzeugnisse zu identifizieren
• Kommunikation in einer globalen Wertschöpfungskette
• Nutzen und Risiken für den Verbraucher
Kester Lausecker, Quality Management Non Food, Team REACH, KiK Textilien und Non-Food GmbH

12.20 Gemeinsames Mittagessen

13.40
REACH aus der Sicht von spezialisierten Downstream Usern
• Oberflächentechnik: Besonderheiten und Anwendungsszenarien
• Die ECHA-Studie „Einfluss von Beschränkungen und Autorisierungen auf die Substitution in der EU“: Wie sieht es in der Praxis aus?
• Herausforderungen bei der Zulassung am Beispiel Chromtrioxid
• KMU und die Herausforderungen in einem Marktsegment mit Spezialisten
• Wirkungen in den Lieferketten
Dr. Malte-Matthias Zimmer, Ressortleiter Umwelt- und Chemikalienpolitik, Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO)

14.20
Meldungen an die Giftinformationszentren:
Umsetzung von Art. 45 aus Sicht der Industrie

• Regulatorische Vorgaben im Rahmen der CLP-Verordnung
• Technische Rahmenbedingungen für die Mitteilungen an das BfR über das Portal der ECHA
• Welche Verbesserungen sind organisatorisch und technisch noch möglich?
• Erforderliche Produktinformationen
• Das Generieren von UFIs
• Datenmanagement und Datensicherheit
• Erste Erfahrungen in der Umsetzung
Dr. Gudrun Lücke-Brunk, Global Product Regulatory Affairs, Covestro Deutschland AG

15.00 Kaffeepause und Networking

15.30
Marktüberwachung in der Praxis in Hessen
• Gewerbeaufsicht und Marktüberwachung: Möglichkeiten und Grenzen während der Pandemie
• Anforderungen an die gefahrstoffbezogene Kommunikation up- und downstream
• SDB: ECHA Guidance und TRGS 220
• Beobachtungen der Marktüberwachung bei den SDB: Umgang mit Fehlerquellen und unzureichender Konsistenz
• Chemikalienrecht und verwandte Vorschriften: die Zusammenarbeit mit dem Flughafen Frankfurt Maren Dornbusch, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt, Regierungspräsidium Darmstadt

16.10
Chemikalienregulierung und verwandte Rechtsbereiche im Spiegel der Marktüberwachung
• Marktüberwachung in der EU und im föderalen System: Welche Schwerpunkte setzen die deutschen Behörden?
• Die deutsche Servicestelle Stoffliche Marktüberwachung: Koordination und Erfahrungsaustausch
• Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit dem Zoll
• Aktive und reaktive Überwachung in Zeiten von Corona
• Angestrebte Überwachungsschwerpunkte
Sibylle Wursthorn, Referentin, Referat Marktüberwachung, Chemikalien- und Produktsicherheit, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

16.50 Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

17.00 Ende der Fachtagung

nach oben