Produktsicherheit in der chemischen Industrie

30. - 31. Januar 2023 - Bonn und online

Montag, 30. Januar 2023

8.50
Eröffnung des ersten Tages durch die Vorsitzenden
Dr. Björn Nehls, Managing Director, Chem-Academy,
Dr. Volker J. Soballa,
Vice President, Head of Product Stewardship , Evonik Industries AG

9.00
Product Stewardship in dynamischen Zeiten

  • Zielsetzungen einer nachhaltigen Chemie sowie die veränderlichen Rahmenbedingungen
    • Der Generische Risikoansatz (GRA) der EU
    • Stand der REACH-Revision
    • Safe and Sustainable by Design (SSbD)
    •  Eco-Design for Sustainable Products Regulation (ESPR)
    •  EU-Taxonomie: Klassifizierungssystem für nachhaltiges Wirtschaften
    •  Der Transition Pathway - wie kann die Umsetzung bis 2040 gelingen?
  • Globale Impulse: SAICM und ICCM5 unter deutscher Präsidentschaft

Dr. Volker J. Soballa, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

9.45
Das Lieferkettengesetz und Product Compliance

  • Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: der rechtliche Rahmen
  • Messbare und weiche Anforderungen einer umfangreichen Product Compliance
  • Sorgfaltspflichten im Detail: Was ist aus Sicht der chemischen Industrie besonders zu beachten?
  • Compliance sicherstellen und dokumentieren: Welche digitalen Ansätze gibt es hier?
  • Was tun in disruptiven Zeiten für die Supply Chains?

Markus Nörtemann, Managing Partner, HELASOFT GmbH

10.30 Kaffeepause und Networking

11.00
Aktueller Sachstand und künftige Entwicklungen bei Beschränkungen und Zulassungen

  • Zulassung und Beschränkung als Elemente der REACH-Regulierung
  • Beobachtungen an der Schnittstelle von Industrie und ECHA
  • Generelle Erfahrungen in der Umsetzung von Zulassungen
  • Die rechtliche Situation bei den Chromtrioxid-Zulassungen
  • Der regulatorische Ausblick: Wo geht die Reise hin, und welche Rolle spielt „essential use“?

Dr. Benedikt Fischer, Principal, Ramboll Deutschland GmbH

11.45
Das Automobil als Erzeugnis: ein Blick in die Tiefen der Wertschöpfungs- und Lieferketten

  • Wie betrifft der Green Deal der EU die Automobilbranche und ihre Zulieferer?
  • Circular Economy Action Plan und seine Herausforderungen
  • ELV-Revision
  • Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR)
  • Trade Offs und das NOFAS Prinzip
  • CSS: Das NOFAS Prinzip im Kontext der REACH-Revision
  • GRA, Essential Uses, Grouping und die SLIM-Kommunikation

Timo Unger, Manager Environmental Affairs, Hyundai Motor Europe Technical Center GmbH

12.30 Gemeinsames Mittagessen

14.00
Chemikalienleasing: Ein wirtschaftlich tragfähiges, nachhaltiges Geschäftsmodell

  • Chemie und Nachhaltigkeit
  • Definition: Was ist Chemikalienleasing?
  • Welche Anreize bestehen für die Hersteller und Lieferanten von Chemikalien?
  • Abgrenzung zu anderen Service-basierten Geschäftsmodellen
  • Herausforderungen für die Produktsicherheit: Kompetenzen und Verantwortlichkeiten
  • Aktivitäten und Beiträge des Umweltbundesamtes
  • Aktivitäten internationaler Akteure wie UNIDO (United Nations Industrial Development Organization) und ISC3 (International Sustainable Chemistry Collaborative Centre)

Dr. Christopher Blum, IV 1.1 Internationales Chemikalienmanagement; Nachhaltige Chemie und Nationale Kontaktstelle Chemikalienleasing, UBA Umweltbundesamt

14.45
Bisherige Erfahrungen mit Produktmeldungen nach Art. 45/Anhang VIII der CLP-Verordnung

  • Mitteilungswege und Meldeverfahren
  • Die vereinfachte Produktmitteilung im PCN-Format
  • Vorkehrungen für Datenschutz und Datensicherheit
  • Verwendung und Schutz der Daten bei Behörden und GIZ
  • Gängige Fehler in den Produktmeldungen und wie man sie vermeiden kann
  • FAQ an das Helpdesk des BfR

Kathrin Begemann, stellv. Fachgruppenleitung Expositionsbewertung von gefährlichen Produkten, Abteilung Exposition, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

15.30 Kaffeepause und Networking

16.00
Stand und Perspektiven der Marktüberwachung

  • Entwicklungen in der Marktüberwachung: von der EU bis ins föderale System
  • Zielsetzungen für die Marktüberwachung in den Ländern
  • Überwachungsschwerpunkte und REF-Projekte (REF-9 Zulassung, „zurückgewonnene“ Stoffe)
  • REACH, CLP und verzahnte Rechtsbereiche
  • Ausgewählte Themenschwerpunkte
  • Online-Handel
  • Importe
  • Erkenntnisse aus den vergangenen Monaten

Sibylle Wursthorn, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

16.45
Nachhaltigkeit am Beispiel von Reinigungsmitteln und Folgen für die Produktsicherheit

  • Übersicht über Detergenzienregulatorik weltweit – von einfach bis komplex
  • Trends zu mehr Nachhaltigkeit in der Reinigungsmittelindustrie
  • CO2
  • Fußabdruck/Energieeinsparung
  • „Grünere“ Chemie
  • Pflanzenbasierte Rohstoffe – eine regulatorische Herausforderung
  • Wo setzen regulatorische Anforderungen und die Produktsicherheit der Nachhaltigkeit Grenzen?
  • Auswirkungen und spezifische Herausforderungen für die Produktsicherheit – was ist technisch und realistisch umsetzbar?

Dr. Christoph Schwarz, Expert Product Safety & Stewardship, knoell Germany GmbH

17.30 Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

17.40 Ende des ersten Veranstaltungstages

18.00 Abendveranstaltung, mit Ab- und Verstand

Hier haben Sie in den Zeiten vor Corona immer den folgenden Text gelesen:

“Im Anschluss an das offizielle Programm lädt die Chem-Academy alle Referenten und Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Imbiss mit Getränken ein. Lassen Sie die Eindrücke des Tages gemütlich ausklingen. Nutzen Sie die ungezwungene Atmosphäre, um wertvolle Kontakte zu vertiefen.”

Wir sind guter Dinge, im Kreis von Compliance-Fachleuten zumindest so unbeschwert zusammenzukommen, wie es die allgemeinen gesellschaftlichen Umstände erlauben. Seit dem Herbst 2021 sammeln wir wieder verstärkt Erfahrungen mit Menschen (und nicht nur mit Bildschirmen), daran wollen wir gerne anknüpfen. Die Abendveranstaltung wird uns voraussichtlich nicht in Braukeller mit
ausnehmend schlechter Luftzirkulation führen, und ohnehin mag man ja für zukunftsgerichtete Aussagen ungern die Hand ins Feuer legen. Was wir sagen können, ist dies: Für die, die mögen, wollen wir gerne das Miteinander in verantwortungsvollem Rahmen vertiefen.

 

Dienstag, 31. Januar 2023

8.40
Eröffnung des zweiten Tages durch den Vorsitzenden
Dr. Volker J. Soballa, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

8.45
Eckpunkte der Chemikalienstrategie der EU aus Sicht der Kommission

  • Schlüsselelemente der Chemikalienstrategie der EU
  • REACH-Revision
  • One substance, one assessment
  • Zulassung und Beschränkung

Otto Linher, Senior Expert, REACH Unit, Directorate-General for Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs, European Commission

9.30
Das regulatorische Update aus Sicht der Bundesstelle für Chemikalien/BAuA

  • REACH und verwandte Regelwerke: aktuelle Schwerpunkte der BAuA
  • Die Registrierung von Polymeren bzw. Polymergruppen: Welche Informationen sind aus der Perspektive der Bundesanstalt erforderlich?
  • Dossierqualität
  • Neuerungen bei Zulassung und Beschränkung
  • Fragen an das Helpdesk

Dr. Raimund Weiß, Fachbereich 5: Bundesstelle für Chemikalien, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

10.15 Kaffeepause und Networking

10.45
Dossierqualität als anhaltende Herausforderung

  • Datenmanagement unter REACH
  • Gute Dossiers, schlechte Dossiers: Was sind die Probleme?
  • Formale Kriterien
  • Der wissenschaftliche Hintergrund
  • Prozesse aufeinander abstimmen
  • Das Dossier Improvement Project (DIP): Lessons learned für Industrie und ECHA
  • Testing Proposals: Konzeption und Timing

Dr. Steffen Bade, Head Global Chemical Regulations, BASF SE

11.30
Studienanforderungen im Kontext der EU-Chemikalienstrategie

  • Die Chemikalienstrategie der EU und der wachsende Bedarf an Studien
  • Ein Überblick zu New Approach Methodologies
  • Wissenschaftlicher Nutzen und Kosten: Wie optimiert man das Zusammenspiel von Dienstleister und Auftraggeber?

Annegaaike Leopold, Director Corporate Development, ibacon GmbH

12.15 Gemeinsames Mittagessen

13.45
Diisocyanate – der regulatorische Rahmen und die Herausforderungen für die Industrie

  • Rechtliche Vorgaben zur Beschränkung von Diisocyanaten
  • Der jeweilige nationale Arbeitsschutz als Bezugspunkt
  • Ausgewählte industrielle und gewerbliche Anwendungen
  • Anforderungen an die Schulungen und Dokumentation
  • Hilfsangebote durch Behörden und Verbände

Jörg Palmersheim, Generalsekretär, ISOPA Aisbl

14.30
Die CSS und Innovation: Welche Chancen und welche Risiken ergeben sich für den Forschungsstandort EU?

  • Forschung und Entwicklung (F&E) Wandel der Zeit
  • Wer forscht alles in der EU?
  • Der regulatorische Hintergrund zu F&E
  • F&E im Zeichen von Substance Grouping und Low Volume Anforderungen
  • F&E im Zeichen des Essential Use (ESU) und des Generic Risk Assessment (GRA)
  • F&E im Rahmen des CSS

Dr. Tobias C. Fuchs, Head of Registration Europe, Life Science | Hazard Communication & Chemicals Regulations, Merck KGaA

15.15 Kaffeepause und Networking

15.45
Update zur Marktüberwachung aus Sicht von ECHA’s Forum for Exchange of Information on Enforcement

  • Zielsetzung in der Harmonisierung des Vollzugs: REACH & Co.
  • “Zero tolerance for non-compliance“ – die Chemikalienstrategie (CSS) der Kommission und die Auswirkungen auf den Vollzug
  • Die Aktivitäten des Forums
  • Zielsetzungen für den Umgang mit Non-Compliance
  • Bestehende Hindernisse auf dem Weg zum Level Playing Field
  • Herausforderungen an den Schnittstellen des Forums

Katja vom Hofe, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Chair, The Forum for Exchange of Information on Enforcement, ECHA

16.30 Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

16.45 Ende der Fachtagung