Produktsicherheit in der chemischen Industrie

16. - 17. Januar 2023 - Bonn und online

Wir befinden uns in den Vorbereitungen für diese Veranstaltung, Details zur Agenda planen wir ca. drei Monate vor der Durchführung zu veröffentlichen. Wenn Sie Interesse an einem Thema haben, freuen wir uns über Ihren Input: orga@chem-academy.com

Zur Illustration des Themenspektrums finden Sie hier die Agenda der zuletzt durchgeführten Veranstaltung.

Montag, 17. Januar 2022

8.50
Eröffnung des ersten Tages durch die Vorsitzenden
Dr. Björn Nehls, Managing Director, Chem-Academy,
Dr. Volker J. Soballa, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

9.00
Die Produktsicherheit in der chemischen Industrie: aktuelle Entwicklungen

  • Wie wirkt sich die Pandemie auf die chemische Industrie aus?
  • Die wachsende Bedeutung von gutem Product Stewardship
  • Ein Blick in das Aufgabenspektrum zwischen Neuem und Bewährtem
  • Die chemische Industrie der EU im globalen Wettbewerb
  • Herausforderungen: Erkenntnisse aus dem Cefic Impact Assessment
  • Zielvorstellungen: Safe and sustainable by design

Dr. Volker J. Soballa, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

9.40
REACH & Co.: Aktuelle Fragestellungen aus der Perspektive der Bundesstelle für Chemikalien/BAuA

  • Aktuelle Schwerpunkte der Chemikalienregulierung im nationalen Rahmen
  • Ausgewählte FAQ an das Helpdesk der BAuA
  • Anforderungen an Inhalte und Qualität der Dossiers: Wo hakt es?
  • Neuerungen im SVHC-Verfahren
  • Beobachtungen zu Zulassung und Beschränkung

Dr. Raimund Weiß, Fachbereich 5: Bundesstelle für Chemikalien, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

10.20 Kaffeepause und Networking

10.50
Was bedeuten die Chemical Strategy for Sustainability (CSS) und das REACH-Update für die Produktsicherheit?

  • Mixture Assessment Faktor (MAF): Konzept, Status und Anforderungen
  • Diskussionsthema MAF – Rolle der Wissenschaft und Übertragbarkeit in die tägliche Arbeitspraxis
  • Chemical Safety Report für Annex VII-Substanzen
  • Arbeitsaufwände in der Produktsicherheit: Was bedeuten diese Änderungen für das SDB und eSDB?
  • Umweltfußabdruck/Environmental footprint: Konzept, Ziele und Ausblick
  • Neues Themengebiet: Wie kann die entsprechende Expertise entwickelt werden?

Oliver Spaniol, Projektmanager – Regulatory Affairs, knoell Germany GmbH

11.30
Prozessoptimierung in Produktsicherheit und Regulatory Compliance

  • Corona als Treiber der digitalen Transformation in der Wirtschaft
  • Anforderungen in Prozessen, Daten- und Dokumentenmanagement heute und morgen
  • Wie lassen sich Aufwände, z.B. für repetitive Aufgaben, mithilfe der Digitalisierung verringern?
  • Anwendungsbeispiele für Artificial Intelligence (AI) in der Produktsicherheit (Machine Learning, Natural Language Processing, Robotic Process Automation)
  • Wie lassen sich Human Intelligence und Artificial Intelligence kombinieren?
  • Möglichkeiten und Grenzen von Machine Learning und AI

Markus Nörtemann, Managing Director, HELASOFT GmbH

12.10 Gemeinsames Mittagessen

13.30
Herausforderungen im Product Stewardship aus der Perspektive der KMU

  • Regulatorische Schwerpunkte für einen Hersteller von Polymeren
  • Polymere in Gemischen und die Folgen für Klassifizierung und Einstufung
  • Organisatorische Möglichkeiten und Grenzen beim Auslagern von Tätigkeiten an ORs und Berater
  • Das Zusammenspiel mit Unternehmenseinheiten außerhalb der EU
  • Von Strategie zum Operativen: Ressourcen im Mittelstand richtig einsetzen

Dr. Martin Wilke, Head of Product Stewardship, Vestolit GmbH

14.10
Anforderungen an die Produktsicherheit der Zukunft

  • Green Deal, Nachhaltigkeit und die Rolle der Produktsicherheit
  • … in der Gegenwart und in der Zukunft: Welche Anpassungen sind erforderlich?
  • Ein Blick in die Welt außerhalb der EU
  • Compliance-Kosten: Wirtschaftlichkeit oder ein Beitrag zur unternehmerischen Wertschöpfung?
  • Ressourcenmanagement in der Produktsicherheit
  • Die Produktsicherheit in der chemischen Industrie im Spannungsfeld von politisch-gesellschaftlichen Impulsen und wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn

Dr. Erika Kunz, Head of Global Product Stewardship, Group Innovation & Sustainability, Clariant Produkte (Deutschland) GmbH

14.50
Dossierqualität – regulatorische Anforderungen und Praxis in der Industrie

  • Registrierungsdossiers im Fokus behördlicher Evaluation
  • Kriterien für die Dossierqualität
  • Erkenntnisse aus dem Dossier Improvement Project von Industrie und ECHA
  • Der Action Plan auf europäischer Ebene: Review
  • Maßnahmen im Nachgang des Projekts Dossierqualität: Was ist einmalig, was ist periodisch zu tun?

Dr. Steffen Bade, Head Regulatory Toxicology Chemicals I, BASF SE

15.30 Kaffeepause und Networking

16.00
Update on the Enforcement of the EU’s Chemicals Regulation

  • Learnings from enforcement activities so far
  • Registration obligations and the quality of dossiers from the Agency’s point of view
  • The European Green Deal: ECHA’s role with the implementation
  • Simplifying and consolidating chemicals regulation
  • On the road to zero tolerance for non-compliance

Dr. Erwin Annys, Head of Unit Support and Enforcement, European Chemicals Agency (ECHA)
Dieser Beitrag wird in englischer Sprache gehalten.

16.40
Der Green Deal der EU: Rechtliche Aspekte für die chemische Industrie

  • Was kommt in welcher Rechtsgestalt auf die chemische Industrie zu?
  • Öffentliche Konsultationen und Möglichkeiten an Entscheidungsfindungsprozessen teilzunehmen
  • Anfechtungsmöglichkeiten in konkreten Fällen: Wann ist dies möglich und wo lohnt es sich?

Hannah Widemann, Advocaat und Associate, Steptoe & Johnson LLP

17.20 Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

17.30 Ende des ersten Veranstaltungstages

18.00 Abendveranstaltung, mit Ab- und Verstand

Hier haben Sie in den Zeiten vor Corona immer den folgenden Text gelesen:

“Im Anschluss an das offizielle Programm lädt die Chem-Academy alle Referenten und Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Imbiss mit Getränken ein. Lassen Sie die Eindrücke des Tages gemütlich ausklingen. Nutzen Sie die ungezwungene Atmosphäre, um wertvolle Kontakte zu vertiefen.”

Wir sind guter Dinge, im Kreis von Compliance-Fachleuten zumindest so unbeschwert zusammenzukommen, wie es die allgemeinen gesellschaftlichen Umstände erlauben. Seit dem Herbst 2021 sammeln wir wieder verstärkt Erfahrungen mit Menschen (und nicht nur mit Bildschirmen), daran wollen wir gerne anknüpfen. Die Abendveranstaltung wird uns voraussichtlich nicht in Braukeller mit
ausnehmend schlechter Luftzirkulation führen, und ohnehin mag man ja für zukunftsgerichtete Aussagen ungern die Hand ins Feuer legen. Was wir sagen können, ist dies: Für die, die mögen, wollen wir gerne das Miteinander in verantwortungsvollem Rahmen vertiefen.

 

Dienstag, 18. Januar 2022

8.25
Eröffnung des zweiten Tages durch den Vorsitzenden
Dr. Volker J. Soballa, Head of Product Stewardship, Evonik Industries AG

8.30
Zeitlicher Wandel des Beschränkungs- und Zulassungs-Prozesses

  • Gegenläufige Entwicklungen von Zulassung und Beschränkung über die Jahre
  • Umbrella-Beschränkungen als „Quasi“-Zulassungsprozesse?
  • Ersatz der Zulassung durch das essential use-Konzept?
  • REACH-Review: Zukunft des Zulassungsprozesses?
  • Spannungsbogen zwischen EU Green Deal und Umbrella-Beschränkungen

Dr. Martina Vosteen, Director Global Health Science Division, Ramboll Deutschland GmbH

9.10
PFAS im Fokus der Regulation

  • Die chemische Charakeristik und Definitionen
  • Probleme mit der Verwendung der PFAS aus regulatorischer Sicht
  • REACH und verwandte Regelwerke (z.B. POP-VO, CLP-VO)
  • Herausforderungen in der Regulierung: regrettable substitution
  • Die geplante umfassende PFAS-Beschränkung
  • Anforderungen für einen essential use

Dr. Frauke Averbeck, Chemikalienbewertung und Risikomanagement, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

9.50 Kaffeepause und Networking

10.20
Registrierung von Polymeren: neue regulatorische Herausforderungen

  • Regulierung von Polymeren unter EU REACH: aktueller Sachstand und anstehende Entwicklungen
  • Bestehende Pflichten für Polymere unter REACH und CLP
  • Konzeptionelle Ansätze aus dem Dialog von ECHA und Industrie
  • Überlegungen zur Vorregistrierung
  • Diskussionen in den Gremien: VCI und CARACAL

Dr. Friederike Paven, PRA Global Product Regulatory Affairs, Covestro Deutschland AG

11.00
Harmonisierung von Meldepflichten neben CLP Art. 45 Annex VIII – Meldepflichten in der Schweiz sowie in das C&L Inventory der ECHA

  • Harmonisierung der Meldeprozesse im eigenen Unternehmen
    • Einheitliche Datenbasis und Prozesse
    • Einheitliche Softwarelösung zur Abdeckung verschiedener Meldepflichten
  • Vergleich Produktmeldungen: Poison Centres Notification in der EEA vs. Meldungen an das Schweizer BAG
  • Stoffmeldungen in das C&L Inventory
  • Fallbeispiel der Harmonisierung von Meldeprozessen mit Hilfe von Softwaretools

David Köhler, Consultant, opesus AG

11.40
Gefahrstoffinformation: Herausforderungen aus Sicht der Industrie

  • Gefahrstoffkommunikation in der Praxis: Status quo
  • Erwartungen bezüglich der Revision der CLP-Verordnung und Folgen für die Umsetzung
  • To dos beim SDB: Anforderungen des Anhang II
  • Die Einstufung von Endokrinen Disruptoren
  • Kriterien für PMT-Eigenschaften
  • Allgemeine Herausforderungen im Alltag der Produktsicherheit

Dr. Ole Schrader, HSA-RA Corporate Scientific Services – Regulatory Affairs, Henkel AG & Co. KGaA

12.20 Gemeinsames Mittagessen

13.40
Marktüberwachung. Status quo und Perspektiven zwischen EU und Föderalismus

  • Mittel- und langfristige Ziele der Marktüberwachung
  • Herausforderungen im Bereich Import von Erzeugnissen und Online-Handel
  • Überwachungsschwerpunkte und REF-Projekte
  • REACH und verwandte Rechtsbereiche: Erkenntnisse in Zeiten von Corona

Sibylle Wursthorn, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

14.20
Vollzug von REACH und verwandten Rechtsvorschriften

  • REACH und Arbeitsschutz: aktuelle Themenschwerpunkte
  • Wo kann der Informationsfluss in der Lieferkette noch verbessert werden?
  • Herausforderungen bei der Einordnung und Verwendung von Zwischenprodukten
  • Zulassung: Erste Beobachtungen im Umfeld von REACH EN-FORCE 9
  • Schnittstellen zu anderen Rechtsgebieten innerhalb und außerhalb der Chemikaliensicherheit: Beispiele aus der Überwachungspraxis

Dr. Barbara Niemann, Bezirksregierung Arnsberg – Dez.56-4

15.00 Kaffeepause und Networking

15.30
Circular Economy – konzeptionelle Grundlagen und Umsetzung im Unternehmen

  • Circular Economy im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Erwartungen, Regulierung und Wirtschaftlichkeit
  • Die SCIP-Datenbank in der Praxis
  • Ausgewählte Aufgabenstellungen für die Industrie
    • Kommunikation in der Wertschöpfungskette
    • Decarbonisierung
    • Genehmigungsmanagement bei POP-Abfällen
    • Analytik beim Einsatz von Recyclaten
    • Arbeitsschutz bei der Aufbereitung von Abfällen
  • Die Wechselbeziehung von Circular Economy und Product Stewardship
  • Fragen zur Einstufung: Was passiert mit dem Endprodukt?

Nicole Kambeck, Director Circular Economy, Mitsubishi Chemical Europe GmbH

16.10
Rahmenbedingungen für die chemische Industrie: die Chemical Strategy der EU

  • Die EU-Chemikalienstrategie als Teil des Green Deal
  • Paradigmenwechsel im Risikomanagement von Chemikalien
  • Gestaltungsmöglichkeiten und Anreize der Chemikalienstrategie
  • Safe and Sustainable-by-Design als perspektivischer Ansatz
  • Nachhaltiges Chemikalienmanagement: Aufwände der Produktsicherheit und wirtschaftliche Herausforderungen

Teresa Bernheim, Corporate Communications, Manager Chemicals Policy, Lanxess Deutschland GmbH

16.50 Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

17.00 Ende der Fachtagung