Regulatorische Toxikologie

17. - 18. Oktober 2022 - Bonn und online

Themenschwerpunkte

  • Grundlagen toxikologischer Studien und ihre Aussagekraft
  • Dosis-Wirkungs-Beziehungen
  • Endokrine Disruptoren
  • Übersicht zu Teststrategien (in vitro / in vivo)
  • Umgang mit „other concerns“ der EU-Chemikalienregulierung

 

Inhalte des Seminars

Das zweitägige Seminar behandelt die regulatorische Toxikologie und
ihren Bezug zu globalen Chemikaliengesetzgebungen. Am Beispiel der
REACH-Verordnung wird die zentrale Bedeutung von toxikologischen
Erkenntnissen und Methoden für die Bewertung von chemischen Stoffen
und Gemischen erläutert. Die vermittelten Konzepte sind in zahlreichen
regulierten Bereichen anwendbar. Die Toxikologie durchdringt in
vielfältiger Weise den Komplex der Chemikaliengesetzgebung. Sie ist
eine vielschichtige Wissenschaft mit vielen verschiedenen Teilgebieten
und interdisziplinären Anknüpfungspunkten. Dazu gehören die
experimentelle Toxikologie, Aufklärung von Wirkmechanismen, in vivo, in
vitro und in silico Prüfmethoden, aber auch Erkenntnisse der
Epidemiologie sind tragende Elemente bei der Umsetzung der
regulatorischen Toxikologie.
Mit der Chemikalienstrategie hat die EU die Vision eines „toxic free
environment“ ausgerufen. So unklar noch die Ausgestaltung in einen
regulatorischen Rahmen für Chemikalien sein mag, ist eines
offensichtlich: Die Produktverantwortlichen der Hersteller und
nachgeschalteten Anwender müssen mit den Grundlagen der Toxikologie
vertraut sein, um Risiken zu bewerten, Mechanismen zu verstehen und
sich dem Dialog zu stellen.
Die Chemicals Strategy for Sustainability der EU wird nicht nur abstrakt
weitere Fragen aufwerfen, sondern eine Vielzahl an erforderlichen
Studien und Modellierungen nach sich ziehen. Ausdrückliches Ziel ist
hier im Detail die kritische Untersuchung registrierter Stoffe als auch
eine Hinwendung zu „safe and sustainable by design“.

Ihre Seminarleitung

Prof. Dr. Wolfgang Dekant
Institut für Toxikologie der Universität Würzburg

Dr. Matthias Möhner
Gruppe 3.2 "Statistische Methoden in Epidemiologie und Biometrie", BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Dr. Thomas Rücker
Ramboll Deutschland GmbH