CLP Classification, Labelling and Packaging

19. - 20. Oktober 2026 - Köln und online

Montag, 19. Oktober 2026

9.00
Eröffnung des ersten Tages durch die Vorsitzenden
Dr. Björn Nehls, Managing Director, Chem-Academy
Sabine Schultes, Dangerous Goods Assessment & Consulting

9.10
Die CLP-Verordnung – Neuerungen im Kontext von Omnibus VI

  • Die Rolle der nationalen Behörden in der Umsetzung der CLP-Verordnung
  • Geplante Vereinfachungen im Rahmen der CLP-Verordnung: Welche Änderungen sind im Omnibus VI-Paket geplant?
  • Vorgaben zu Verpackungen und Etiketten
  • Beobachtungen zu neuen Gefahrenklassen

– Endokrine Disruptoren

  • Regelungsbedarf beim Online-Handel
  • Anpassungen an das GHS

Nicolaj Heuer, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA),
Bundesstelle für Chemikalien


9.50
Ebenen und Projekte in der Marktüberwachung der EU

  • Einblick in die EU-Projekte der Marktüberwachung
  • Die Zusammenarbeit von Bund und föderalen Behörden
  • Aktuelle Schwerpunkte und Erkenntnisse in Vollzugsprojekten
  • Herausforderungen bei der Regulierung des Online-Handels
  • Sanktionsmechanismen bei Non-Compliance

Sibylle Wursthorn, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
Baden-Württemberg


10.30      Kaffeepause

11.00
CLP light – reduzierte Einstufung und Kennzeichnung im Arbeitsschutz

  • Anforderungen an die Einstufung und Kennzeichnung
  • Gefährdungsbeurteilung auf dem Weg zur vereinfachten Kennzeichnung
  • Herausforderungen im unternehmerischen Alltag
  • Wo können Aufwände ohne Sicherheitseinbußen reduziert werden?
  • Erforderliche Unterweisungsmaßnahmen

Dr. Lars-Hendrik Schilling, Produktsicherheitsbeauftragter / Product Safety
Officer, KEMPER SYSTEM GmbH


11.40
Wie kann Künstliche Intelligenz im CLP-Umfeld die Produktsicherheit
unterstützen?

  • Identifikation von geeigneten Aufgabenfeldern

– Einstufung und Kennzeichnung
– Erstellung von SDBs

  • Folgerungen für das Datenmanagement
  • Wie lassen sich Halluzinationen der KI vermeiden?
  • Anforderungen an KI-Tools

Dr. Konstantin Simon, Niederlassung Berlin, SI PRO GmbH

12.20      Gemeinsames Mittagessen

13.50
Der Digitale Produktpass

  • Was braucht es für den digitalen Produktpass?

– Informationen und Daten
– IT-Infrastruktur
– Methoden und Prozesse

  • Anforderungen in unterschiedlichen Zielmärkten
  • Welche Regelwerke sind zu berücksichtigen?
  • Ecodesign for Sustainable Product Regulation (ESPR)
  • Kommunikation in der Wertschöpfungskette
  • Erfolgsfaktoren im Projektmanagement

Adrian von Mühlenen, Product Owner Digital Material and Product Passport,
BASF Intertrade AG

14.30
Digital Product Passport: Zwischen Compliance-Pflicht,
Transparenzversprechen und Datenrealität

  • DPP: Universallösung für Transparenz und Kreislaufwirtschaft?
  • Was der DPP ist, wen er betrifft und welche regulatorischen Zeitschienen relevant sind
  • Kein Selbstzweck: Datenqualität entscheidet über Nutzen
  • Chancen und Herausforderungen in der Implementierung

Analia Mayte Ricaldez Hurtado, Product Safety Manager, knoell Germany

15.10 Kaffeepause

15.40
Die Produktsicherheit der Zukunft
Impulsvortrag und Diskussion

  • Regulatorische Herausforderungen: REACH, CLP & Co.
  • Unternehmerische Herausforderungen und Chancen: Generationenwechsel und Digitalisierung
  • Dokumente vs. Daten
  • Wie sieht die Welt der Produktsicherheit in fünf Jahren aus?

Roman Gimmini, Director Global Product Stewardship & Regulatory,
hubergroup Deutschland GmbH

16.20      Zusammenfassung durch die Vorsitzende

16.30      Ende des ersten Tages

18.00      Abendveranstaltung

Dienstag, 20. Oktober 2026

8.40
Eröffnung des zweiten Tages durch die Vorsitzende
Sabine Schultes, Dangerous Goods Assessment & Consulting

8.50
CLP, Arbeitsschutz und Prävention in der chemischen Industrie

  • Der aktuelle Sachstand in der Industrie aus Sicht der Berufsgenossenschaft
  • Berufskrankheiten- und Unfallgeschehen bezogen auf Gefahrstoffe und Schlussfolgerungen zur Prävention in der Übersicht
  • Grenzwerte bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen – wie verständlich und hilfreich sind die Regelungen?
  • Herausforderungen bei der Einstufung und Kennzeichnung für kleinere und mittlere Betriebe
  • Innerbetriebliche Kennzeichnung

Dr. Thomas Martin, Leitung Gefahrstoffinformationssystem Chemikalien –
GisChem, Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie

9.30
Arbeitsschutz im Kontext von CLP und Chemikalienregulierung

  • Regulatorischer Rahmen und Entwicklungen
  • Wo ist der Arbeitsschutz betroffen?
  • Safe and Sustainable by Design
  • Gefahrstoffkommunikation in der Wertschöpfungskette
  • Alles hat (k)ein Ende?! – die Circular Economy

Nicoletta Godas, Wissenschaftliche Leitung Gefahrstoffe und biologische
Arbeitsstoffe, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin


10.10      Kaffeepause

10.40
GHS und CLP sowie weitere regulatorische Schnittstellen

  • UN: Aktuelle Entwicklungen zu Gefahrenklassen u.a.
  • EU: Eckpunkte der Omnibusverfahren - was ändert sich und wann?
  • Die EU-Chemikalienpolitik im Wandel – Erhöhte Relevanz der CLP?

– Regulierung an der Nahtstelle von Gefahreneigenschaften,
    Verwendung und Exposition
– Entwicklung von Berichts- und Informationspflichten
– Auswirkungen der ausbleibenden REACH Revision
– Wechselwirkungen zwischen CLP und verwandten Regelwerken

Martin Ahlhaus, Rechtsanwalt / Partner, Produktkanzlei

11.20
Art. 45: Produktmitteilungen nach CLP

  • Der regulatorische Rahmen innerhalb der CLP-Verordnung und mit verwandten Vorgaben
  • Impulse von EU und ECHA
  • Zuständigkeiten in der Giftinformation in Deutschland
  • Die Rolle der Industrie im Dialog mit den Behörden
  • Praktische Erfahrungen mit den Produktmitteilungen für die medizinische
  • Notfallberatung

Esther Feistkorn, Fachgruppe Expositionsbewertung von gefährlichen
Produkten Abteilung Exposition, Bundesinstitut für Risikobewertung BfR


12.00      Gemeinsames Mittagessen

13.20
Wissensmanagement: Regulatory Intelligence in Zeiten des Wandels

  • Digitalisierung: Wunsch und Wirklichkeit
  • Was ist Wissen?

– Regulatorisches Know how
– Produktportfolio
– Netzwerke
– Implizites vs. explizites Wissen

  • Wenn der Experte geht: die Lücke, die niemand sieht
  • Die Notwendigkeit zur strukturierten Erfassung von Wissen
  • Die Rolle von Künstlicher Intelligenz
  • Wie man Wissen verfügbar hält, macht und zugleich schützt

Florian Ertl, Geschäftsführer, WhatzLearn GmbH

14.00
Gefahrgut im Luftverkehr

  • IATA-Vorschriften: Entwicklungen im regulatorischen Rahmen
  • Wechselwirkungen mit GHS und CLP
  • Herausforderungen in der praktischen Umsetzung
  • Der Beitrag der Produktsicherheit

Patrick Pohle, Head of Logistics Safety | Product Stewardship I Function
Environment, Safety, Health & Quality, Evonik Industries AG


14.40       Kaffeepause

15.10
Gefahrgut: Schadensfälle, Regulierung, Entwicklungen

  • Regulatorische Vorgaben in der Praxis und bestehende Unschärfen

– Gefahrgut vs. Transport vs. GHS/CLP

  • Beobachtungen zu Schadensfällen der jüngeren Vergangenheit
  • UN-GHS und EU-CLP: Harmonisierungsbemühungen angesichts gegenläufiger Megatrends
  • Herausforderungen im Erhalt und Transfer von Erfahrungswissen

Sabine Schultes, Dangerous Goods Assessment & Consulting

16.00      Zusammenfassung durch die Vorsitzende

16.15      Ende der Jahrestagung