Workshop

11. und 12. November 2019 - Fachtagung
13. November 2019 - Workshop
Berlin

 PDF Agenda Save the date Newsletter Share

Intro / Agenda / Referenten / Workshop / Partner / Veranstaltungsort / Präsentationen

Mittwoch, 13. November 2019

8.00 Empfang mit Kaffee und Tee
        Ausgabe der Unterlagen zum Workshop

8.30 bis 16.30
Künftige Ausgestaltung der Beziehungen zwischen EU und Großbritannien – Herausforderungen und anstehende Änderungen und Neuerungen im Warenverkehr

(Die Pausen werden flexibel festgelegt)

Ihre Workshopleitung
Dr. Dieter Drohmann, President, CEO, Chemservice GmbH
Dr. Dieter Drohmann verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Regulatory Affairs, International Chemical Control Legislation und Advocacy. Im Jahr 2007 gründete er die CHEMSERVICE-Unternehmensgruppe, ein Beratungsunternehmen für Regulatory Affairs, welches als technischer Berater, Third-Party-Representative und Only-Representative für die chemische Industrie und deren Wertschöpfungskette fungiert. CHEMSERVICE ist Gründungsmitglied der Only Representative Organization (ORO), als deren Vorsitzender Dr. Drohmann fungiert. Er nahm an mehreren REACH-Durchführungsgruppen teil, leitete verschiedene Gruppen im Chemiesektor und war in branchen-übergreifenden Gremien in Bezug auf Chemikalien in Produkten und Artikeln beteiligt. Dr. Drohmann ist Herausgeber und Co-Autor des „REACH Best Practice Guide to Regulation (EC) No 1907/2006” sowie Autor von mehr als 40 begutachteten Artikeln. In seiner Rolle als Vorsitzender der ORO nimmt er an den Cttee Meetings (MSC) der ECHA und dem Enforcement Forum der ECHA teil.

Workshopinhalte und Vorgehensweise
Im Anschluss an die Austrittsmitteilung der britischen Regierung an die EU einigten sich beide Parteien auf einen Entwurf des Austrittsabkommens. Mit Ablauf der Zwei-Jahres-Frist hätte Großbritannien die EU am 30. März 2019 verlassen müssen, diese Frist wurde bis zum 31. Oktober 2019 verlängert. Wird das Abkommen nicht ratifiziert, kann es am 31. Oktober zu einem ungeregelten Brexit kommen, der aufgrund des politischen Umfeldes sehr wahrscheinlich erscheint. Im Falle eines Austritts ohne Abkommen werden durch die getroffenen Übergangsregelungen nur einzelne Bereiche abgedeckt. Viele Punkte hingegen bleiben ungeregelt.

Der Brexit hat auf alle Unternehmen, die Wirtschaftsbeziehungen mit Großbritannien unterhalten, sehr große Auswirkungen und zwingt Unternehmen zu Anpassungen auf mehreren Ebenen. Der anstehende Brexit – mit welchem Zeithorizont dieser auch immer erfolgen mag – wirft seine Schatten auch für alle chemikalienrechtlichen Akteure voraus: für Hersteller, Lieferanten ebenso wie für nachgeschaltete Anwender

In Großbritannien werden die Vorschriften z.B. nach CLP, BPR, PIC, PPP und REACH nach dem Vollzug des Brexits voraussichtlich keine Geltung mehr beanspruchen. An deren Stelle treten dann nationale britische Vorschriften, die – soweit dies aus behördlichen Stellungnahmen abzulesen ist – strukturelle Gemeinsamkeiten mit der EU-Regulierung aufweisen, jedoch auch Abweichungen im Detail. Hier sind alle Akteure im Kontext der Chemikalienregulierung gefordert, wenn es um den aufrechtzuerhaltenden Zugang zum britischen Markt geht.

In der EU, also den 27 verbleibenden Mitgliedsstaaten, ergeben sich keine Änderungen des regulatorischen Rahmens. Allerdings bedeutet der Brexit, dass Großbritannien künftig als „Drittland“ im Sinne des Chemikalienrechts gilt. Sofern also Lieferketten auch britische Unternehmen – beispielsweise deren Zulassungen oder Registrierungen – einschließen, werden sich rechtlich ab dem Zeitpunkt des Brexits fundamentale Änderungen ergeben.

Auf diesen zwingenden Handlungsbedarf weist die europäische Chemikalienagentur ECHA nachdrücklich hin. Ebenso skizziert die zuständige britische Behörde defra Department for Environment, Food and Rural Affairs ausführlich regulatorische Rahmenbedingungen für unterschiedliche Szenarien: https://www.hse.gov.uk/brexit/uk-reach-additional-guidance.pdf

Themenschwerpunkte des Workshops
Was die Konsequenzen für Hersteller und nachgeschaltete Anwender sein werden, behandelt der Workshop im Lichte der tatsächlichen politischen Entwicklungen.

• Folgen des Brexits für das britische und das EU-Chemikalienrecht
• Auswirkungen des Brexits auf Lieferketten in der chemischen Industrie innerhalb und außerhalb
  der EU
• Gemeinsamkeiten und Unterschiede der regulatorischen Rahmenwerke in der EU bzw. UK
  - REACH
  - CLP
  - BPR
  - PIC
  - weitere EU-Chemikalienregelungen
• Kommunikation von Maßnahmen in der Lieferkette

Zielsetzung des Workshops
• Informationsaustausch zum Stand und den Folgen des Brexits
• Erarbeitung einer Checkliste: Inwieweit bin ich vom Brexit betroffen?
• Welche Maßnahmen müssen getroffen und kommuniziert werden?
• Schrittweise Umsetzung der unternehmensspezifischen Konsequenzen des Brexits