Veranstaltungen in Zeiten der Corona-Pandemie: Berufliches und Persönliches

 

Sehr geehrte Damen und Herren,


seit Beginn der Pandemie wollen wir Sie an unseren Überlegungen teilhaben lassen, wie wir unsere anstehenden Tagungen planen.
Das metaphorische «Fahren auf Sicht» bleibt sozusagen unser Gestaltungsprinzip, zugleich – Stand Frühjahr 2021 – deuten sich wieder verlässlichere Rahmenbedingungen für den Herbst an.
Um Planungssicherheit für alle Beteiligten – Vortragende, Hotels, Technikpartner, aber vor allem Interessenten und Teilnehmende zu gewährleisten braucht es einen Vorlauf von mehreren Monaten. Das birgt in normalen Zeiten hin und wieder Unsicherheiten, wie sie in allen Branchen
vorkommen.
Für unsere Tagungen sind wir guter Dinge, unter verantwortungsvollen Umständen vor Ort uns auch persönlich zu begegnen: unsere neue Normalität, hoffentlich weitgehend unbeschwert. Zugleich sind wir weiterhin gut beraten, auch Alternativen bis hin zur Durchführung einer Veranstaltung als
Webkonferenz nicht auszuschließen und diese dann konstruktiv zu gestalten.
Unsere Erfahrungen seit dem März 2020 sind dazu durchgehend positiv gewesen, und
selbstverständlich sind wir als Veranstalter ebenso wie die Tagungshotels darauf eingerichtet, alle
behördlichen Auflagen zu erfüllen. Welche das genau sein werden, wird sich herausstellen. Wir
gehen davon aus, dass eine Durchführung in überschaubarem Rahmen mit Teilnehmenden aus
der Region DACH unter den Voraussetzungen möglich ist, die unser aller Arbeitsleben seit
kurzem prägen. (Alle Veranstaltungen mit internationaler Teilnehmerschaft wiederum haben wir
bis auf weiteres, d.h. bis mindestens in das Jahr 2022 hinein verschoben.)
Die pandemische Bedrohung sowie die Einschränkungen des Lebens betreffen beruflich und
privat jeden von uns. Wir bewegen uns mit unseren Veranstaltungen thematisch im Kontext von
Compliance – Pharmakovigilanz, Qualitätssicherung, Arbeitsschutz, Regulierung, Patientensicherheit –, stehen also in Kontakt mit Zielgruppen, die wie wenige sonst für die Erfordernisse dieser Phase sensibilisiert sind.
Trotzdem wünschen wir uns auch wieder die Zeiten herbei, in denen wir verantwortungsvoll nebeneinander stehen oder eine Abendveranstaltung durchführen können. In unseren kühnen Visionen sehen wir uns da eher entspannt im Außenbereich eines Tagungshotels als im Braukeller – wir
werden recht flexibel entscheiden, was möglich ist. Was mich betrifft, habe ich in keinem meiner über 20 Berufsjahre im Veranstaltungswesen so oft vermeintlich durchdachte Entscheidungen umkrempeln müssen, wie es seit dem März 2020 erforderlich war. Und dabei guten Gewissens im
Sinne der Sicherheit aller Beteiligten geschah.
Die Informationsvermittlung hat (nicht nur) rund um unsere Veranstaltungen dank uns allen inzwischen hinlänglich vertrauter Technik hervorragend
geklappt. Und doch würden wir auf Dauer das Soziale, das Zwischenmenschliche vermissen, das unser gesellschaftliches Miteinander nun einmal
auch prägt und beruflich gewiss nicht von Schaden ist.
 

Bis es soweit ist, danken wir Ihnen für Ihr Verständnis.

Bleiben Sie gesund – herzliche Grüße,
Björn Nehls, Leiter Chem-Academy

P.S.: Jeder von uns hat seine ganz persönlichen Bezugspunkte zu den gegenwärtigen Einschränkungen, meine sehen Sie hier – den Wunsch nach Präsenzveranstaltungen, die Lust am gemeinsamen Erarbeiten von Ideen, aber auch unsere gesellschaftliche Verantwortung (ich denke dabei immer an meine Großmutter, Jahrgang 1923 und bis heute durch wenig zu erschüttern).