Sicherheitsdatenblatt

17. und 18. September 2018, Bonn

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Grundlagen des Chemikalienrechts
• REACH
• Regulatorische Quellen
• Anforderungen an die Ersteller
   - Sachkunde (ECHA Guidance)
   - Fachkunde (TRGS 220)

Im ersten Abschnitt befasst sich das Seminar mit denjenigen regulatorischen Quellen, auf die sich das Sicherheitsdatenblatt als Instrument der Gefahrstoffkommunikation bezieht. Hier ist die REACH-Verordnung als Kernstück der EU-Chemikalienregulierung zu nennen, zugleich sollen im Kontext weitere relevante Rahmenbedingungen dargestellt werden. Inhaltlich bieten sich hier zwei zentrale Bezugspunkte an:

1. Die ECHA Guidance zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern umfasst deutlich über 100 Seiten, aus ihr greift das Seminar die kritischen Abschnitte heraus.

2. Die TRGS 220 beschreibt „Nationale Aspekte beim Erstellen von Sicherheitsdatenblättern“ – im Umfang weit geringer, verlangen diese nationalen Spezifika doch Kenntnisse zu zahlreichen Details.

Inhalte und Struktur des SDB
• Physikalisch-chemische Eigenschaften
• Toxikologische Angaben
• Umweltbezogene Angaben
• Einstufung und Kennzeichnung nach GHS/CLP
• Gefahrenklassen, Gefahrenkategorien, Gefahrenhinweise und Sicherheitshinweise
• Der ideale Arbeitsablauf beim Erstellen von Sicherheitsdatenblättern
• Relevante nationale Vorschriften und Regelwerke
• Das SDB an der Schnittstelle Gefahrstoffe/Gefahrgut

Im Anschluss an den ersten Abschnitt wendet sich das Seminar Inhalten und Struktur des SDB zu. Anhand eines idealisierten Arbeitsablaufs lassen sich die wesentlichen Inhalte und die Struktur des SDB abbilden. Sowohl die relevanten Basisdaten (physikalisch-chemische Eigenschaften sowie toxikologische und umweltbezogene Angaben im SDB) und die daraus resultierende Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP-Verordnung als auch weitere ausgewählte EU-Vorschriften und nationale Vorschriften und Regelwerke in Deutschland werden diskutiert.

Beobachtungen aus der Marktüberwachung
• Ergebnisse der REF-Projekte
• Weitere Erkenntnisse aus der behördlichen Marktüberwachung
• Fehlerquellen in SDB
• Vorgehensweise des Vollzugs
   - Elemente aktiver und reaktiver Überwachung
• Umgang mit erkennbaren Mängeln in den SDB der Vorlieferanten
• Umgang mit Inkonsistenzen in den SDB unterschiedlicher Lieferanten

Das SDB ist Objekt der Marktüberwachung, sowohl als Referenz für jede durchgeführte Überprüfung als auch im Rahmen der sogenannten REFProjekte, die sich innerhalb der EU mit REACH Enforcement auseinandersetzen. Die Ergebnisse dieser Überwachungsmaßnahmen weisen auf eine unverändert hohe Fehlerquote beim Erstellen der SDB hin, mithin als auf Non-Compliance. Im Seminar werden diese Fehlerquellen untersucht; die Teilnehmenden erarbeiten eine rechtssichere Herangehensweise, die nicht zuletzt ein rechtssicheres Vorgehen bei inkonsistenten SDB von unterschiedlichen Lieferanten skizziert.

Schnittstellen zum Anwender
• Arbeitsschutz
• Umweltschutz
• Anforderungen an die gefahrstoffbezogene Kommunikation in der Lieferkette
• Exkurs: Das erweiterte Sicherheitsdatenblatt (eSDB)
   - Definition und Beschreibung von Expositionsszenarien (ES)
   - Herausforderungen bei ES über den gesamten Lebenszyklus von Stoffen
• Pflichten und Rechte der Abnehmer von SDB
• Arbeitshilfen und Informationsquellen für das Erstellen von SDB

Zum Abschluss stehen die Schnittstellen zum Anwender im Mittelpunkt. Arbeits- und Umweltschutz werden als Themen berührt, vor allem wird das SDB als Instrument der Gefahrstoffkommunikation in der Lieferkette behandelt. Die Expositionsszenarien und somit das Thema erweitertes SDB sollen hier angeschnitten werden, soweit sie auch den Ersteller betreffen.
Zum Ende gibt die Seminarleitung noch einmal einen Überblick über die wichtigsten Anhaltspunkte und Hilfsmittel für das Erstellen der SDB.

Zeitlicher Ablauf:
Tag 1:
08.30 Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Unterlagen
09.00 Beginn, 17.00 Ende
Tag 2:
08.30 Beginn, 16.00 Ende des Seminars

Die Zeiten für Kaffeepausen und Mittagessen werden an den einzelnen Tagen flexibel festgelegt.

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