Produktsicherheit in der chemischen Industrie

20. und 21. Januar 2020, Fachtagung
22. Januar 2020, Workshop
Bonn
 

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Workshop

Mittwoch, 22. Januar 2020

8.00 Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Unterlagen zum Workshop

9.00 bis 16.30
REACH-Compliance auditieren
(Die Pausen werden flexibel festgelegt)

WORKSHOPLEITUNG
Dr. Heinz Herzog, Geschäftsführer, CIS Herzog
Nach Studium und Promotion an der RWTH Aachen war Dr. Herzog seit 1986 in leitenden Funktionen der CWS-Lackfabrik tätig, u.a. als Leiter Qualitätssicherung gesamt und als Laborleiter sowie Leiter Forschung und Entwicklung. Zudem war er Immissionsschutzbeauftragter sowie Gewässerschutzbeauftragter und Umweltmanagementbeauftragter. Die Arbeiten der CWS-Gruppe sind hierzu mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt in 2014 mit dem Umweltinnovationspreis. Seit 2004 nimmt Dr. Herzog diese Tätigkeiten als selbständiger Chemie-Berater wahr und war hierbei sowohl externer Beauftragter für ein integriertes Managementsystem als auch REACH-Beauftragter.

Inhalte des Workshops

Qualitätsmanagement und REACH
• Synergien von Qualitätsmanagement und Compliance
• Welche Rolle spielt REACH im Bereich chemikalienrechtlicher Compliance?
  - Unternehmerische Prozesse
  - Organisatorische Schnittstellen
  - Produkte
  - Verzahnte Regelwerke
• Prinzipielle Verpflichtungen auf Basis der Registrierungen
• Schnittstellen der Produktsicherheit
• Auditarten
  - Das behördliche Audit
  - Selbstinspektion
  - Audit einer dezentralen Geschäftseinheit
  - Lieferantenaudits
  - Produktaudit

Im ersten Abschnitt befasst sich der Workshop mit der Frage, wie REACH-bezogene Aktivitäten generell in ein umfassendes Konzept von sowohl Compliance als auch Qualitätsmanagement eingebettet werden können. Dazu werden zunächst die regulatorischen Vorgaben, die sich ergebenden Aufgaben der Produktsicherheit und der unternehmerische und organisatorische Rahmen festgestellt.
Ausgangspunkt der Überlegungen zu Audits als qualitätssichernder Maßnahme sind die Verpflichtungen aus Registrierungen, sie definieren Rolle und Anforderungen.
In diesem einleitenden Abschnitt befassen sich die Teilnehmenden auch mit den verschiedenen Arten von Audits, die von der behördlichen Marktüberwachung über die Selbstinspektion bis hin zur Auditierung kritischer Lieferanten reichen können.

Vorbereitung eines Audits
• Checkliste: Interessierte Parteien, Risiken und Chancen
• Zielstellung eines REACH-Audits
• Erfahrungen mit der Marktüberwachung im föderalen System
• REACH Enforce: Anhaltspunkte zu den behördlichen Erwartungen  anhand der bisherigen REF-Projekte
• Exkurs: Ursachen für Non-Compliance gemäß BLAC (Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Chemikaliensicherheit)
• Rollendefinition: Hersteller, nachgeschalteter Anwender, Importeur
• Was ist bei der Kommunikation im Vorfeld eines Audits zu beachten?

Die Zielstellung des Audits wird eingangs zusammengefasst. Hier spielt eine wesentliche Rolle, was der Anlass für das Audit ist: eine routinemäßige Maßnahme zur Qualitätssicherung oder ein bestimmtes auslösendes Ereignis. Grundsätzlich werden in diesem Zusammenhang auch die bisherigen Erfahrungen der Marktüberwachung im föderalen deutschen System reflektiert, hier geben u.a. die bisherigen REF-Projekte als auch die behördlichen Publikationen Aufschluss zu möglichen Inspektionsschwerpunkten, aber auch den wiederkehrenden Fehlerquellen. Sie ermöglichen sinnvolle Zielstellungen für das Audit zu formulieren.
Im Übergang zur eigentlichen Durchführung gilt es, den Betroffenen Erwartungen klar zu kommunizieren, um ein effektives Audit durchzuführen.

Durchführung des Audits
• Dem Warenfluss folgend: Bestandausnahme im Einkauf
  - außereuropäischer Import
• Das Sicherheitsdatenblatt als das zentrale Element der Gefahrstoffkommunikation
• Umsetzung von REACH
• Die Rolle der Produktsicherheit in einem umfassenden Kontext von Compliance

Der Workshop orientiert sich in der Herangehensweise an dem Warenfluss in der Lieferkette: Der Vorteil ist eine transparente Sicht auf externe Partner, Schnittstellen, intern einbezogene Abteilungen und die REACH-relevanten Prozesse sowie begleitenden Dokumente. Regulatorische Anforderungen, ihre Umsetzung und die Konsequenz in der jeweiligen Umsetzung werden dabei immer wieder abgeglichen.
Indirekt ergibt sich daraus auch die übergeordnete Frage, wie die  Produktsicherheit als Compliance-Aufgabe im Unternehmen am besten wahrgenommen werden kann.

Review und Folgemaßnahmen
• Der Review für das Management
• Welche positive Nutzen lassen sich durch REACH erzielen?
• Kalkulation der erforderlichen Ressourcen in der Produktsicherheit
  - Personal
  - Software
  - Beratungsleistungen
  - sonstige Aufwände

Abschließend skizziert der Workshop, wie die Rückkopplung des Audits an das Management aussehen kann. Was sind bestehende Lücken, wo werden sich künftig Herausforderungen ergeben, was bedeutet das jeweils für die verfügbaren Mittel? Wie stellt sich die Produktsicherheit am besten auf, umREACH und verzahnte Regelwerke optimal erfüllen zu können? Welchen Nutzen kann man aus den rund um REACH gewonnen Erkenntnissen ziehen, wie lassen sich überhaupt Synergien zwischen den verschiedenen Regelwerken erzielen?
Zugleich zeichnet sich langfristig ein eher wachsendes Aufgabenspektrum ab: REACH & Co. als Compliance-Aufgaben werden voraussichtlich mehr Ressourcen binden. Hier findet der Workshop seinen Abschluss in den Erfordernissen eines vorausschauenden Ressourcenmanagements.

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