REACH in der Umsetzung
15. bis 17. Oktober 2012, Köln
18. bis 20. März 2012, Köln
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Agenda
Seminarzeiten:
Tag 1: 09:00 - 17:00 (Registrierung ab 08:30)
Tag 2: 09:00 - 17:00
Tag 3: 09:00 - 16:00
(Die Zeiten für Kaffeepausen und Mittagessen werden an den einzelnen Tagen flexibel festgelegt.)
1. TAG
Unter der Leitung von Rosemarie Greiwe, Referentin, Abteilung III - Arbeitsschutz, Arbeitsgestaltung, Referat III 5 - Chemikaliensicherheit, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Das zentrale Thema des ersten Seminartages werden die behördlichen Erfahrungen aus der Überwachung und der Beratung sein. Dabei werden eingangs die aktuellen Anforderungen und der Stand der Umsetzung von REACH behandelt. Dabei wird auch darauf eingegangen, welche der zahlreichen Vorgaben im Sinne einer einmaligen Umstellung gefordert sind und welche wiederum zu dauerhaften Verpflichtungen führen werden.
Bislang häufig im Hintergrund wirkend, betreten nun die Überwachungs- und Aufsichtsbehörden die Bühne. Bei allen graduellen Abweichungen in einem föderalen System besteht doch ein deutliches Bemühen zur Koordinierung: Der Sachstand aus Gremien wie BLAC und LASI sowie die exemplarischen Folgerungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen werden im Rahmen eines Impulsbeitrags thematisiert, um wiederum auf die Maßnahmen der Industrie einzugehen. Hier unterliegen nunmehr Hersteller von Chemikalien ebenso wie nachgeschaltete Anwender konkreten Verpflichtungen. Diese werden in einzelnen Übungen vertieft, um zugleich Vorbereitungen auf behördliche Kontrollen zu skizzieren.
Zielsetzung an diesem ersten Veranstaltungstag sowie – mit anderen Akzenten – auch der folgenden beiden ist es, ein Gefühl für wirtschaftliche Lösungen und den erforderlichen Aufwand unter REACH zu vermitteln. Mit anderen Worten: Ressourcen sollen nicht nur gezielt und unangemessen für den schönen Schein rund um mögliche behördliche Inspektionen gebündelt werden; und Ressourcen sollen ebenso nur den wirklichen Anforderungen entsprechend zum Einsatz kommen, um einen übermäßigen und kostenintensiven Aufwand Overdoing zu vermeiden.
REACH: Anforderungen an die Industrie und Stand der Umsetzung
- Anforderungen der REACH-Verordnung
- Regulatorische Neuerungen und fortlaufende Verpflichtungen
- Überschneidungen von REACH-Überwachung und CLP/GHS Überwachung
- Rechte und Pflichten nachgeschalteter Anwender
- Anforderungen zu Erzeugnissen gemäß Art. 33
- Anforderungen an die Sicherheitsdatenblätter (SDB) von Herstellern und Vorlieferanten
Zuständigkeiten in der Umsetzung sowie der behördlichen Aufsicht
- Zuständigkeiten in Bund und Ländern für Großhandel, Hersteller und Importeure vs. Einzelhandel
- Maßnahmen zur Umsetzung eines gleichwertigen (nicht gleichartigen) Vollzugs innerhalb der EU
- Wie weit reicht die bundesweite Koordination?
- BLAC
- LASI
Kompetenzen der Überwachungs- und Aufsichtsbehörden im föderalen System
- Zuständigkeiten und Organisation der Überwachung in den Ländern
- Vorgehensweise bei der Überwachung durch Behörden am Beispiel Nordrhein-Westfalen
- Art. 125: Amtliche Kontrollen
- Art. 126: Sanktionen
- Auslöser für anlassbezogene Überwachungsmaßnahmen der Behörden
- Welche Sanktionen drohen bei Verstößen gegen Inverkehrbringensverbote?
- Konsequenzen aus Verstößen gegen die Registrierungspflicht sowie Korrekturmöglichkeiten
- Pflichten für die REACH-konforme Aufbewahrung von Informationen gem. Art. 36
Instrumente und Vorgehensweise bei der Überwachung
- Instrumente der Überwachungsbehörden
- Exemplarische Kriterien für die Auswahl zu inspizierender Betriebe
- Mechanismen zur Durchsetzung
- Umgang mit Verstößen gegen andere gesetzliche Bestimmungen
Überschneidungen von REACH-Überwachung und CLP/GHS-Überwachung
- Anforderungen gem. Artikel 45 CLP-Verordnung (§ 16e und § 28 Abs. 12 ChemG)
- Rechte und Pflichten nachgeschalteter Anwender
Erkenntnisse aus Pilotprojekten zu REACH
- Ergebnisse aus REACH-EN-FORCE-1 und verfügbare Ergebnisse aus REACH-EN-FORCE-2
- Unter Vorbehalt: Angestrebte Überwachungsschwerpunkte bis 2012/2013
- REACH
- CLP - Wie kann sich die Industrie wirksam auf Überwachungsmaßnahmen vorbereiten?
- Beratungs- und Hilfsangebote
Ansätze für Best Practices anhand der behördlichen Beobachtungen: Was hat sich bewährt?
- Elemente eines geeigneten Kommunikationssystems unter REACH
- Beobachtungen zu den Schnittstellen der Produktsicherheit
- Einkauf
- Umwelt
- Produktion
- Arbeits- und Gesundheitsschutz - Grenzen technischer und organisatorischer Instrumente in der REACH Umsetzung der Industrie
- Idealtypische Vorgehensweise zur Risikobewertung, -minderung und zur Kommunikation
2. TAG
Unter der Leitung von Dr. Volker J. Soballa, Product Stewardship, Evonik Industries AG
Die Themen des ersten Veranstaltungstages werden am zweiten Tag aus dem Blickwinkel der Industrie betrachtet. Über die Anforderungen hinaus sollen nun die Folgerungen für die Umsetzung in der Industrie im Detail untersucht werden. Ein bedeutender Aspekt ist dabei der Blick auf anstehende Entwicklungen auf Ebene der EU, um bereits in den einleitenden Umsetzungsprojekten die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen und spätere Herausforderungen zu antizipieren.
Im Verlauf der Themenblöcke werden die jeweiligen Rollen der von REACH betroffenen Unternehmen analysiert. Die einzelnen Ergebnisse führen zu einem Gesamtbild für die Kommunikation, die unter REACH gefordert ist. Hinzu kommt die Kommunikation mit unterschiedlichen Behörden, für die u.a. der ‘ECHA Practical Guide 12’ Hilfestellung gibt.
Zum Management von Ressourcen erarbeiten die Teilnehmer Ansätze, die beiden Anforderungen gerecht werden: der Erfüllung der REACHbezogenen Vorgaben ebenso wie den Erfordernissen der Wirtschaftlichkeit. Mit Blick auf die anhaltenden Verpflichtungen werden auch die internen Schnittstellen thematisiert, die sich für die REACH-Verantwortlichen ergeben.
Stand der REACH-Umsetzung aus der Perspektive der Industrie
- Der Zeitplan für REACH: Dauerhafte Verpflichtungen vs. einmaliger Aufwand zur Umsetzung
- REACH Review 2012 aus Sicht der Industrie - aktueller Sachstand?
- Die Europäische Kommission
- CEFIC - Welche weiteren Entwicklungen zeichnen sich ab?
- Wie sollte die Industrie in der Umsetzung vorgehen?
- Hersteller von Chemikalien
- Nachgeschaltete Anwender - Was müssen Hersteller von Erzeugnissen leisten?
Der Dialog mit den zuständigen Behörden
- Kommunikation mit den relevanten Behörden
- Behördliche Anforderungen zur Evaluierung
- Nach welchen Informationen fragt ECHA?
- Was bedeuten die Quality Observation Letter?
- Dos and Don'ts in der Kommunikation mit den Behörden
- ECHA Practical Guide 12
- Nationale Helpdesks
- Überwachungs- und Aufsichtsbehörden
REACH in der Umsetzung aus Sicht der ECHA: Aktivitäten des Forums
- Rolle, Auftrag und Methoden des Forums für den Austausch von Informationen zu Durchsetzung und Vollzug der REACH-Verordnung
- Ziele und Erkenntnisse der REACH-EN-FORCE-Projekte
- Schritte zur Harmonisierung des Vollzugs
Ulrike Kowalski, Unit A2 - Guidance & Forum Secretariat, Team Leader Forum Secretariat, European Chemicals Agency - ECHA
Informationspflichten unter REACH und ihre praktischen Auswirkungen
- Rollen unter REACH und entsprechende Informationspflichten
- Stoffe
- Gemische
- SVHCs
- Erzeugnisse - Chemical Safety Assessment (CSA) und Chemical Safety Report (CSR)
- Anforderungen an den Chemical Safety Report bei nicht-identifizierter Verwendung
Management von Ressourcen
- Aufwände in der Implementierungsphase
- Dauerhafter Bedarf unter REACH
- Personal
- Finanzielle Mittel
- Zeit - Internes Management der von REACH betroffenen Schnittstellen
3. TAG
Unter der Leitung von Dr. Volker J. Soballa, Product Stewardship, Evonik Industries AG
Im abschließenden Teil der Veranstaltung wendet sich das Seminar den aktuellen Tätigkeitsschwerpunkten zu, die sich aus der REACH Verordnung ergeben. Einleitend wird diskutiert, welche der fortlaufend zu erwartenden Neuerungen wie umzusetzen sind. Was sind die jeweils relevanten Fristen, welche rechtlichen Spielräume bestehen? Und wie kann es überhaupt gelingen, den Fluss der regulatorischen Neuerungen angesichts des Auslastungsgrades durch das operative Tagesgeschäft zu verfolgen?
Den dritten Seminartag beschließen dann die zentralen Aufgaben, mit denen die REACH-Verantwortlichen konfrontiert sind. Hierzu zählen u.a. die Stolpersteine aus der Konsortialarbeit, der Umgang mit dem Sicherheitsdatenblatt bzw. die Kanalisierung der wesentlichen Informationen an interne Schnittstellen, ebenso Fragen zur Vertraulichkeit von Informationen - ein wettbewerbskritisches Thema, da die Kommunikation immer umfangreicher wird und immer mehr Akteure umschließt.
IT unter REACH wird als Themenblock behandelt, in dem v.a. IUCLID eine größere Rolle spielt. Hier werden sowohl die Möglichkeiten der gegenwärtigen Version als auch bevorstehende Änderungen gemäß dem jeweiligen Sachstand behandelt.
Umgang mit Neuerungen nach der Implementierung
- Relevante Guidance Documents
- Wie können Änderungen effektiv verfolgt werden?
- Welche Änderungen müssen wie umgesetzt werden?
- Was ist rückwirkend zu leisten?
- Rechtliche Situation bei Erzeugnissen und Intermediates
Aktuelle Tätigkeitsschwerpunkte in der Umsetzung
- REACH-EN-FORCE 2011 - Handlungsoptionen für Hersteller und nachgeschaltete Anwender
- Optionen, wenn Daten fehlen oder unzureichend sind
- Dissemination
- Welche Informationen sollen veröffentlicht werden?
- Was können Unternehmen als ‘confidential’ schützen?
- Welche Kosten fallen an? - Schwerpunkte in der Konsortialarbeit
Das Sicherheitsdatenblatt (SDB)
- Zentrale Elemente des SDB und Herausforderungen im Erstellen
- eSDB mit Expositionsszenarien
IT unter REACH
- IUCLID
- Chesar
- Dissemination Tool
