Produktsicherheit in der chemischen Industrie
21. und 22. Januar 2013 - Tagung
23. Januar 2013 - Workshop
Köln
Intro / Anmeldung /Agenda / Referenten / Sponsoren / Medienpartner / Veranstaltungsort
Agenda
1. Tag: 23. Januar 2012
8.30
Empfang mit Kaffee und Tee - Ausgabe der Unterlagen zur Tagung
9.00
Eröffnung des ersten Tages durch den Vorsitzenden
9.20
Aktuelle Herausforderungen zu REACH aus Sicht der BAuA
- Tätigkeitsschwerpunkte der BAuA mit Blick auf anstehende Fristen
- Was ist bei der gemeinsamen Einreichung von Daten durch mehrere Registranten zu beachten?
- Optionen für Nachzügler im Registrierungsverfahren
- Anhang XI/Waiving: Unter welchen Umständen kann auf Prüfungen verzichtet werden?
- Expositionsszenarien: Anforderungen an Hersteller und nachgeschaltete Anwender durch das erweiterte Sicherheitsdatenblatt (eSDB)
Dr. Raimund Weiß, Fachbereich 5: Chemikalien, Anmeldung und Zulassung, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
10.00
Kontrollen durch Behörden - Sicht der Länder am Beispiel des RP Darmstadt
- Überwachungsaufgaben des Regierungspräsidiums Darmstadt zur Chemikaliensicherheit
- Instrumente der aktiven und reaktiven Marktüberwachung
- Kriterien für die Festlegung von Überwachungsschwerpunkten
- Zu erwartende Sanktionen bei Verstößen gegen die REACH-Verordnung
- Ausgewählte Ergebnisse aus der Überwachung
- Behördliche Erwartungen an das Chemikalienmanagement von Herstellern und nachgeschalteten Anwendern
Angelika Hoops, Dez. IV/F 43.2 - Immissionsschutz - Chemie West, Chemikalienrecht - Abt. Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt, Regierungspräsidium Darmstadt
10.40
Kaffeepause
11.10
Vollzug der REACH- und CLP-Verordnung in Deutschland
- Kompetenzen und Gestaltungsspielräume für Länderbehörden
- Sanktionsregelungen und -mechanismen
- Erfahrungen aus dem EU-Überwachungsprojekt
REACH-EN-FORCE-1 - EU-Überwachungsprojekt REACH-EN-FORCE-2
- Künftige Überwachungsschwerpunkte in Deutschland und Baden-Württemberg
- Informationsquellen und Hilfsmittel zu Fragen des Vollzugs
Walter Adebahr, Referat Chemikalien- und Produktsicherheit, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
11.50
Die Koordinierung der harmonisierten Überwachungsprojekte durch die ECHA: Zuständigkeiten und Arbeitsweise des Forums
- Arbeitsgruppen und gegenwärtige Arbeitsschwerpunkte des Forums
- Zuständigkeiten des Forums im Bereich Überwachung
- Subsidiaritätsprinzip vs. Best Practices: Welcher Grad an Harmonisierung kann in der Überwachung von REACH verwirklicht werden?
- Anstehende Herausforderungen mit Blick auf die Frist 2013 aus der REACH-Verordnung
Ulrike Kowalski, Unit A2 - Guidance & Forum Secretariat, Team Leader Forum Secretariat, European Chemicals Agency - ECHA
12.30
Gemeinsames Mittagessen
14.00
Autorisierung unter REACH: Elemente einer strategischen und effizienten Vorgehensweise
- Betroffene Stoffe: Anhang XIV und zukünftige Kandidaten
- Möglichkeiten der Einflussnahme auf den Autorisierungsprozess
- Pros und Contras einer gemeinsamen Einreichung
- Die sozio-ökonomische Analyse (SEA): Zielsetzung und erforderliche Informationen
- Entscheidungsprozess im Unternehmen: Wie können versteckte Kosten und ökonomische Aspekte berücksichtigt werden?
Dr. Martina Vosteen, Partner, ENVIRON Germany GmbH
14.40
Pflichten und Herausforderungen bei der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen, insbesondere von GHS/CLP
- Welchen Stellenwert hat das Gefahrstoffmanagement im Unternehmen?
- Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich dadurch für die Umsetzung von GHS?
- Wo liegen die Besonderheiten der GHS-Umsetzung an der Schnittstelle zwischen Hersteller und Unternehmen?
- Wie können nachgeschaltete Anwender ihre Pflichten aus gesetzlichen Quellen identifizieren?
- Welcher Ressourcenbedarf ergibt sich daraus für das Unternehmen und sein internes Informationsmanagement?
Wolfgang Borgmann, Koordinator Umwelt, Zentralabeteilung EHSR, Saint-Gobain Sekurit Deutschland GmbH
Annika Stecher, Umweltbetriebsprüferin, Intersolia GmbH
15.20
Kaffeepause
16.00
REACH: Herausforderungen für nachgeschaltete Anwender
- Umgang mit den neuen Sicherheitsdatenblättern und Anhängen
- Sichere Verarbeitung von Stoffen - Umsetzung der Expositionsszenarien im Betrieb
- Herausforderungen bei der Sicherstellung der reibungslosen Kommunikation durch das neue Sicherheitsdatenblatt
- Erstellen eigener Sicherheitsdatenblätter von Zubereitungen
- Pflichten und praktische Herausforderungen als Importeur und Hersteller von Erzeugnissen
- Vorbereitung zum Audit durch die Behörden
Dr. Hermann Onusseit, Technical Director, ARK Know-how Management, Henkel AG & Co. KGaA
16.40
Produktsicherheit: Interaktion von Industrie, Gesetzgeber und Verbraucher
- Aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen für die Produktsicherheit in der chemischen Industrie
- Worin liegen die konkreten Herausforderungen nach Inkrafttreten der REACH- und CLP/GHS-Verordnungen?
- Regulierungsbedingte Aufwände: Wie kann eine Balance von Produktsicherheit und Wirtschaftlichkeit erzielt werden?
- Wie funktioniert die Interaktion von Verbrauchern und zuständigen Behörden mit der Industrie?
- Perspektiven einer nachhaltigen Produktverantwortung aus Sicht eines global operierenden Unternehmens
Dr. Volker J. Soballa, Product Stewardship, Evonik Industries AG
17.20
Zusammenfassung durch den Vorsitzenden und Ende des ersten Tages
17.30
Get Together
Im Anschluss an das offizielle Programm der Fachkonferenz lädt die Chem-Academy alle Referenten und Teilnehmenden im Tagungshotel ein. Lassen Sie den Tag bei einem kleinen Imbiss und einem Kölsch ausklingen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich in ungezwungener Atmosphäre mit Ihren Kollegen auszutauschen und wertvolle Kontakte zu vertiefen.
2. Tag: 24. Januar 2012
8.15
Empfang mit Kaffee und Tee
8.45
Eröffnung des zweiten Tages durch den Vorsitzenden
8.50
REACH-Registrierungen unter globalen Aspekten
- Was gilt es als global agierendes Unternehmen beim Management der Registrierung zu beachten?
- Erfahrungen bei Dossier Evaluierung und Übermittlung
- REACH Registrierungsfrist 2013
- Erforderliche Schritte
- Regularien anderer Länder und interagierende Aspekte - Verpflichtungen für die Registrierung von Neustoffen im Rahmen der REACH-Verordnung
- Kandidatenliste und Autorisierung
Petra Weber, Head of Global New Substances, Biocides and Food Contact Registrations, Corporate Product Stewardship, Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
9.30
Herausforderungen für einen Spezialchemikalienhersteller durch REACH und GHS
- Regulatorisches Anforderungsprofil der Altana
- Lösungsansätze für REACH- und GHS-Themen
- Wie kann ein Tool für verbesserte Compliance und geringeren Aufwand sorgen?
Clarine Wagemaker-Sieger, EH&S Global Master Data Management, ALTANA AG
Michael Deller, Principal, SAP Services Sustainability Hub
10.10
Kaffeepause
10.40
Herausforderungen durch die REACH-Frist am 1.12.2012 für Lieferanten
- Was muss beim Update des Sicherheitsdatenblattes zwingend berücksichtigt werden?
- Das erweiterte Sicherheitsdatenblatt zu einem Gemisch: Pflicht oder Kür?
- Gemische: Welche Angaben müssen zu registrierten Inhaltsstoffen kommuniziert werden?
- Geistiges Eigentum: Wie kann das Know-How einer Formulierung geschützt werden?
Gabriele Janssen, Leiterin Betriebssicherheitsmanagement, Bernd Schwegmann GmbH & Co. KG
11.20
Herausforderungen für KMU in der Umsetzung von REACH und CLP/GHS
- Spezifische Anforderungen an Unternehmen in einer Sandwichposition zwischen großen Lieferanten und großen Kunden
- Verfügbare Ressourcen für neue Aufgabenfelder: Wie erkläre ich's dem Management?
- Welcher Einfluss kann auf das Informationsmanagement von Lieferanten ausgeübt werden?
- Wie kann der Wegfall von Vorprodukten wirtschaftlich tragfähig kompensiert werden?
- Grundzüge einer rechtssicheren Organisation für REACH- und CLP/GHS bezogene Tätigkeiten
- Möglichkeiten und Grenzen der Mitarbeiterqualifikation in KMU
Roman Gimmini, Leiter Arbeits- und Produktsicherheit, Umweltschutz, Karl Wörwag Lack- und Farbenfabrik GmbH & Co. KG
12.00
Gemeinsames Mittagessen
13.20
REACH-Konformität von Mischungen und Polymeren aus Ländern außerhalb der EU
- Die Problematik komplexer Lieferketten und -netze für Mischungen am Beispiel Japans
- Die Vorgaben der Artikel 6 und 8 der REACH-Verordnung und Schwierigkeiten bei ihrer Umsetzung:
- Klärung des (Vor-)registrierungsstatus aller Inhaltsstoffe
einer Mischung durch den EU-Importeur
- Identifizierung aller EU-Importeure im Liefernetz durch japanische Hersteller - Vertrauliche Informationen und Wettbewerbsrecht als Kommunikationshindernisse
- Tool-gestützter Kommunikationsfluss unter REACH: Das Only Representatives REACH Informations Sheet (OR2IS) Tool
- Wie kann durch die Unterstützung eines Tools der Schutz vertraulicher Informationen gewährleistet werden?
Dr. Regina Döller, Manager of Product Safety, Mitsui Chemicals Europe GmbH
14.00
Das Globally Harmonized System (GHS): Implementierung und Organisation im Betrieb
- Stand der Umsetzung von GHS: Was sind die Herausforderungen aus Sicht eines global operierenden Unternehmens?
- Bisherige Erfahrungen mit der Umsetzung und bestehenden Inkonsistenzen
- Möglichkeiten zur Koordination durch eine nationale Geschäftseinheit
- Stellschrauben für ein optimiertes internes Schnittstellenmanagement
- Zeitplan für die Umstellung von Gemischen in 2015
- Wie kann die Qualifikation der Mitarbeiter dauerhaft gewährleistet werden?
Dr. Eva Keßler, Regulated Material Specialist Europe, 3M Deutschland GmbH
14.40
Kaffeepause
15.10
Grenzen der Harmonisierung: Transportvorschriften vs. Chemikalienrecht
- Der Transport im Kontext der regulatorischen Rahmenbedingungen
- Wie genau ist der Transport definiert?
- Unterschiede der gesetzlichen Entwicklung von Chemikalienrecht gegenüber Transportvorschriften
- Wie kann an den Berührungspunkten der nicht-harmonisierten Regelwerke der Prozessfluss gestaltet werden?
- Erforderliche Maßnahmen der Produktsicherheit für den rechtskonformen Transport
Sabine Schultes, Global QHSE Dangerous Goods Management, Bayer CropScience AG
15.50
Aktuelle und künftige Herausforderungen bei der GHS-Umsetzung aus Sicht einer Bundesbehörde
- Neuerungen bei der Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen
- Möglichkeiten im Sicherheitsdatenblatt während der Übergangszeit
- Was ist beim Etikettendruck zu beachten?
- Grundregeln zur Übersichtlichkeit der GHS-relevanten Informationen
- Praktische Herausforderungen in der Umsetzung aus Sicht der Bundesbehörde
- Stolpersteine im Informationsmanagement
- Wie geben die Behörden Hilfestellung zur Umsetzung?
- Was ist zu tun, wenn Zweifel zu konkreten Fragestellungen bleiben?
Dr. Sabine Darschnik, FB4: Sicherheit und Gesundheit bei chemischen und biologischen Arbeitsstoffen, BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
16.30
Zusammenfassung durch den Vorsitzenden und Ende der Fachtagung
3. Tag: 25. Januar 2012
Workshop
Die Anwendung des Anhangs II der REACH-Verordnung
- nur begrenzte Teilnehmerzahl -
8.00
Empfang mit Kaffee und Tee und Ausgabe der Unterlagen zum Workshop
8.30 - 16.30
Inhalte des Workshops:
Expositionsszenarien unter REACH
- Expositionsszenarien (ES) als Bestandteil des Chemical Safety Reports (CSR)
- Anforderungen an die Beherrschung von Expositionen von Mensch und Umwelt
- Welche Informationen sind erforderlich?
- Wie und an wen müssen die vorliegenden Informationen kommuniziert werden?
- Bewertung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen
- Vorhandene Informationen des Herstellers
- Kundeninformationen
- Vorliegende Brancheninformationen - Geforderte Maßnahmen bei negativem Ergebnis zum Safe Use
- Vorgehensweise bei der Simulation von Expositionsszenarien
ES für Downstream User
- Worauf ist beim Erstellen eines ES für Downstream User zu achten?
- Integration externer Daten
- Generieren eigener verwendungsspezifischer Informationen - Was ist bei Abweichungen von der ursprünglichen Registrierung zu tun?
Umsetzung von ES innerhalb des Unternehmens
- Zusammenfassung der ES-Informationen des Lieferanten
- Definition der betroffenen Schnittstellen
- Abfallmanagement
- Abwassermanagement/Umwelt
- Arbeitsschutz, GHS
- Produktion, SCM
- Produktmanagement, Product Stewardship, Marketing
- Fachverantwortliche für das SDB
Scaling: Anforderungen und Methoden
- Formale Voraussetzungen, unter denen Scaling möglich ist
- Anforderungen für nachgeschaltete Anwender
Ihr Workshopleiter
Simon Steinmeyer, Regulatory Compliance Manager, Chemetall GmbH
Simon Steinmeyer ist gegenwärtig als Manager im Bereich Chemicals Safety/REACH bei der Chemetall GmbH tätig. Zuvor arbeitete er fünf Jahre im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, ehe er für drei Jahre als Technical Officer der Merck KGaA mit REACH befasst war.
