CLP

23. und 24. Oktober 2017 - Fachtagung
25. Oktober 2017 - Workshop
Düsseldorf

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Workshop

Mittwoch, 25. Oktober 2017

8.00 Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Unterlagen zum Workshop

8.30 bis 16.30 Grenzen der Harmonisierung:
Transportvorschriften vs. Chemikalienrecht

(Die Pausen werden flexibel festgelegt)

WORKSHOPLEITUNG
Sabine Schultes, Dangerous Goods Assessment & Consulting, Leverkusen
Sabine Schultes hat zusätzlich zu einer naturwissenschaftlichen Ausbildung Chemieingenieurwesen studiert. Sie war zunächst Product Safety Manager in der Mineralöl- und Lebensmittelindustrie, anschließend war sie als Gefahrgutbeauftragte, Klassifiziererin und Transport Regulation Specialist in der chemischen Industrie tätig. Aktuell ist sie Fachexpertin für internationales Transport- und Lagerrecht in einem Unternehmen der chemischen Großindustrie und arbeitet in nationalen und internationalen Gefahrgutgremien mit. Nebenberuflich ist Frau Schultes Gefahrgutreferentin (IHK), Autorin von Fachartikeln, eines Buches und verantwortliche Redakteurin eines Newsletters.

Inhalte des Workshops
Der Workshop thematisiert einen Aspekt, der in der Praxis zu vielfältigen Fragestellungen führt: der Vereinbarkeit von Transportwesen und Chemikalienrecht. An konkreten Fragestellungen analysieren Teilnehmer und Workshopleiterin, wie sich die offenkundigen Grenzen der Harmonisierung im Betrieb auswirken. In diesem Veranstaltungsabschnitt ist ein hohes Maß von Interaktion gefordert: Die Teilnehmer werden angeleitet, tragen aber selbst Lösungsansätze zusammen.

Vier Themenblöcke prägen den Workshop. Eingangs wird der regulatorische Kontext behandelt. Hier werden die historisch gewachsenen Unterschiede und die sich ergebenden Pflichten erörtert. Der entscheidende Punkt für die Transport- als auch die GHS-Verantwortlichen ist dabei der: Welche spezifischen Anforderungen ergeben sich? Und wie können auf einer übergeordneten Ebene Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede systematisch erfasst werden? Von der Lösung dieser Aufgabenstellung hängt nicht zuletzt ab, wie wirtschaftlich transportbezogene Maßnahmen innerhalb des Unternehmens umgesetzt werden.

Der zweite Abschnitt greift die Besonderheiten bei der Einstufung nach GHS auf. Die Grenzen der Harmonisierung werden ein zentraler Aspekt sein, sowohl bezüglich der nicht harmonisierten Regionen innerhalb und außerhalb des Globally Harmonized Systems als auch in den Überschneidungen mit weiteren Rechtsbereichen, die das Transportwesen betreffen. In einem weiteren Schritt geht der Workshop auf die Details der Einstufungskriterien der einzelnen Klassen ein und zeigt, welche Anforderungen im Detail bestehen. Mit Blick auf mögliche Stolpersteine in der Umsetzung sollen an dieser Stelle auch Sonderfälle betrachtet werden. Ebenso wird das Sicherheitsdatenblatt – zentrales Mittel der gefahrstoffbezogenen Kommunikation – diskutiert: Die Teilnehmer erarbeiten eine Herangehensweise, die SDB ihrer Lieferanten zu überprüfen. Ebenfalls überwiegend auf der Ebene praxisrelevanter Details bewegt sich der dritte Themenblock, der die praktischen Herausforderungen im Transport analysiert. Kern sind dabei die jeweiligen Anforderungen der einzelnen Verkehrsträger:

Das Binnenschiff schwimmt auf Trinkwasser, der Pilot kann nicht anhalten und das Fenster öffnen – für jeden Verkehrsträger sind aus guten Gründen Besonderheiten zu berücksichtigen. Zudem gibt es immer noch regionale Unterschiede, daher soll der Blick in diesem Zusammenhang auch nach vorne gerichtet werden: Als Teil eines Impulsvortrags werden künftige Entwicklungen skizziert, wie sie sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt abzeichnen.

Viertens und abschließend gilt der Fokus des Workshops dem unternehmerischen Prozessmanagement. GHS und Transportwesen berühren zahlreiche Abläufe, Änderungen führen zu vielfältigen Implikationen in den Prozessen einzelner Abteilungen oder an Schnittstellen. Hier sollen verschiedene Tätigkeitsschwerpunkte ermittelt und Anregungen für die Praxis abgeleitet werden. Dabei ist die Unternehmensgröße ein kritischer Faktor: Großunternehmen haben mit umfangreicheren Mitteln eine höhere Komplexität zu bewältigen, KMU wiederum müssen mit ihren personellen sowie den finanziellen Ressourcen sorgfältiger haushalten, haben aber oft klarere Entscheidungslinien. Beides soll in den Diskussionen Berücksichtigung finden, um den Teilnehmenden möglichst nachhaltige Optionen zu vermitteln.

Internationale Zusammenhänge der Gefahrgutvorschriften
• Der regulatorische Kontext für den Transport: Vorschriften im Überblick
• Pflichten des Klassifizierers
• Spezifische Anforderungen der einzelnen Verkehrsträger
• Kriterien für die Klassifizierung
• Relevante Quellen zur Einordnung: Definition des Begriffs Transport

Besonderheiten bei der Einstufung nach GHS
• Grenzen der Harmonisierung und Folgen für die Umsetzung im Transport
• Einstufungskriterien der einzelnen Klassen
• Details in den jeweiligen Anforderungen
• Implikationen und Auswirkungen der CLP/GHS-Verordnung auf die Klassifizierung im Transport
• Sonderfälle: Klassifizierung von Mustern, Proben und Abfällen
• Vorgehensweise bei der Überprüfung von SDB der Lieferanten

Praktische Herausforderungen im Transport
• Umgang mit begrenzten und freigestellten Mengen
• Unterschiede zwischen den einzelnen Verkehrsträgern
• Dokumentation und Kennzeichnung von Fahrzeugen und Verpackungen
• Probleme in der Transportkette am Beispiel des SDB

Maßnahmen zur Optimierung im Prozessmanagement
• Unterschiede in der Umsetzung: Großunternehmen vs. KMU
• Ansätze für eine produktbezogene Erarbeitung von Unterschieden
• Aufgaben der Produktsicherheit
• Erforderliche Informationen an Kunden
• Schulungs- und Qualifizierungsanforderungen im Transportwesen
• Auf welche künftigen Entwicklungen müssen sich Unternehmen im Bereich Gefahrgut einstellen?

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