Einstufung von Gemischen

09.-10. Oktober 2017 in Dortmund

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Den Auftakt des Seminars bildet ein kurzer Blick auf die Hintergründe der CLP-Entwicklung in Europa. Das GHS wird vorgestellt und erläutert und ein Einblick in die die Beratungen des dazugehörigen UN Subcommittees gegeben. Die Auswirkungen auf die Implementierung in Europa mit Hilfe der CLP-Verordnung werden erläutert und analysiert.

Schwerpunkt der ersten Seminarhälfte bildet die strukturierte Einführung in die verschiedenen Abschnitte der CLP-Verordnung und deren praktische Implikationen. Besonderes Gewicht wird auf das Verständnis des Artikelteils und dessen Verzahnung mit den Anhängen gelegt. Die Anwendung der Einstufungskriterien wird nicht nur detailliert erläutert, sondern auch gezielt anhand von praktischen Beispielen geübt. Ebenso werden die Instrumente zur Kommunikation der gefährlichen Eigenschaften ausführlich vorgestellt und anhand von Übungen diskutiert. Der Blick geht aber auch ganz gezielt in die technisch-praktischen Anforderungen, die im Rahmen der Einstufung bewältigt werden müssen. Anhand von Beispielen werden typische Stolperstellen aufgezeigt und Lösungen vorgestellt.

Abgerundet wird diese erste Hälfte des Seminars durch eine Einführung in die verschiedenen Hilfsangebote der unterschiedlichen Verfahrensbeteiligten.

In der zweiten Hälfte wird das bereits angedeutete Thema der Gefahrstoffkommunikation aufgegriffen und in einzelnen Aspekten vertieft; hier werden beispielsweise die erforderlichen Inhalte für das Safety Data Sheet und damit auch denkbare Synergien mit REACHProjekten behandelt. Schließlich werden die erforderlichen Inhalte und ihre Anordnung für Etiketten anhand der berechneten Beispiele des Vortrages analysiert.

Anschließend wird die Frage gestellt: Wie global ist das GHS, wie ist der Stand der weltweiten Einführung des GHS? Besonderes Augenmerk wird dabei auf Asien und USA gelegt. Welche Auswirkungen haben die Unterschiede bei den nationalen Einführungen für das Unternehmen? Unter diesem Gesichtspunkt richtet sich der Blick auch auf bestehende Vorgaben, die seit 2010 gelten und deren Umsetzung mittlerweile durch Überwachungsbehörden geprüft wird. Dabei wird Organisatorisches behandelt werden: die Abstimmung mit und Schulung von Schnittstellen, die sowohl innerhalb des Unternehmens als auch extern involviert sind und ihrerseits im Prozess der Umsetzung stehen; das IT-gestützte Datenmanagement, das teilweise Kontinente umspannt; die Berührungspunkte und der Stand der internationalen Einführung des GHS.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die nachgeschalteten Gesetzgebungen. Immer mehr europäische und lokale Vorschriften werden an die CLP-Verordnung angepasst. Dies hat Konsequenzen auf viele Bereiche, wie z. B. Lagerung oder Störfall-Verordnung.

Aktueller Sachstand zum UN GHS

  • Das Konzept des Globally Harmonised Sytems
  • Verknüpfungen zu den Transportregelungen
  • Die Organisation des UN Subcommittee GHS
  • Aktuelle Themen der GHS-Beratungen
  • Implementierung in der EU
  • Anpassungen an den technischen Fortschritt

Die CLP-Verordnung im Kontext des Regelwerkes

  • Der Aufbau der Verordnung
  • Die Querverbindungen zu REACH
  • Regelungen aus dem Building Block Approach
  • Ergänzende Regelungen der EU
  • „Was früher war“ – Stoff- und Zubereitungsrichtlinie
  • Datenquellen
  • Grenzen und Möglichkeiten des C&L- Inventory

Der Aufbau der CLP-Verordnung

  • Artikelteil
  • Anhang I – Einstufungskriterien
  • Anhänge II bis V – Kennzeichnungselemente
  • Anhang VI – harmonisierte Einstufung
  • Anhang VII – Umwandlungstabelle

Die Kriterien zur Einstufung

  • Wissenschaftliche Qualität
  • Stoffe und Gemische
  • Physikalische Gefahren im Überblick
  • Umweltgefahren im Überblick
  • Gesundheitsgefahren
    - additive Wirkungen
    - nicht-additive Wirkungen
    - Berücksichtigungsgrenzen
    - Konzentrationsgrenzwerte
    - Bridging und Expertenurteil

Die Kommunikation der Eigenschaften

  • Allgemeine Regeln (Verharmlosung, Dopplung, Widerspruch, Flexibilität)
  • Piktogramme
  • Signalworte
  • Gefahrenhinweise
  • EUH-Sätze
  • Sonstige

Stolperstellen bei der Einstufung mit Beispielen

  • Umgewandelte Legaleinstufung
  • Akute Toxizität mit ATE
  • Haut- und Augeneffekte
  • Sensibilisierung
  • Reproduktionstoxizität
  • Neuerungen (EUH208)

Praktische Implikationen

  • Der Umgang mit der Informationsflut
  • Regelungen, die nicht vollziehbar scheinen
  • Termindruck für Aktualisierungen
  • Was der Computer nicht kann
  • Das Sicherheitsdatenblatt soll passen
  • Wenn man nicht weiter weiß

Offizielle Hilfestellungen

  • Die ECHA-Seite im Internet
  • Die Leitlinien zur CLP-Verordnung und ihre Aktualisierung
  • Der nationale Helpdesk (BfC, BAuA)
  • Der nationale Arbeitsschutz (Fb4 BAuA)
  • FAQs
  • Hilfreiches Material

Grundzüge aktueller und künftiger Gefahrenkommunikation

  • Gefahrstoffetikett und Sicherheitsdatenblatt als Elemente der Gefahrenkommunikation
  • Die abzulösenden Kernelemente der bisherigen Gefahrstoffkommunikation
  • Rechte und Pflichten innerhalb der Lieferkette und Implikationen für den Prozessfluss
  • Definition von Risiko als Resultat aus Gefahr und Exposition
  • Erfassung, Abbildung und Kommunikation von Risiken

Harmonisierte Meldungen von gefährlichen Gemischen an die Giftinformationszentralen

  • An wen richtet sich die Meldepflicht?
  • Stand der Umsetzung von Art. 45.4 CLP-VO
  • Welche Anpassungen der Produktmeldungen erfolgen auf Ebene der EU?

Praktische Umsetzung bei der Kennzeichnung von Chemikalien

  • Gefährdungssymbole und Statements: Was ändert sich?
  • Gefahrstoffkommunikation mit Lieferanten und Kunden auf Basis neuer Piktogramme
  • Erforderliche Inhalte eines Etiketts
  • Neue Beispiele zur Kennzeichnung kleiner Etiketten im GHS
  • Vorgaben und Verfahrensweisen bei Faltetiketten
  • Stand der Diskussion bei GHS zur Gefahrstoffkommunikation

Anwendungsbereiche für Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften

  • Übersicht über Ausnahmen zur Kennzeichnung
  • Ausnahmen von den Kennzeichnungs- und Verpackungsvorschriften
  • Kennzeichnung nach Gefahrgut und GHS (Art. 33)

Gefahrenkommunikation im Sicherheitsdatenblatt

  • Gefahrstoffinformation über das Sicherheitsdatenblatt: Änderungen im Sicherheitsdatenblatt und erforderliche Inhalte
  • Hilfestellungen der ECHA
  • Implikationen des CLP für nachgeschaltete Anwender
  • Praktische Übungen zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern
  • Möglichkeiten für die Umstellung auf das neue Kennzeichnungssystem
  • Erfahrungen mit dem neuen Kennzeichnungssystem: Wo liegen die Problembereiche?

GHS im globalen Kontext

  • Wie global ist die Einführung von GHS?
  • Welche Abweichungen sind zu beachten?
  • Wie können Unternehmen mit länderspezifisch abweichenden Arten der Umsetzung von GHS umgehen?
  • Harmonisierung vs. regionale Spezifika: Europa, USA und Asien im Vergleich
  • Weiterentwicklung des GHS auf UN-Ebene
  • Zu beachtende Fristen für die Industrie
  • Wo finde ich Informationen zur Einführung des GHS in anderen Ländern?
  • Internationale Kennzeichnung von Produkten – geht das?

GHS im Transportwesen

  • Was ändert sich bei den einzelnen Verkehrsträgern?
  • Darstellung der Transportdaten im Sicherheitsdatenblatt
  • Welche Daten sind für welches Verkehrsmittel erforderlich?
  • Harmonisierung vs. regionale Spezifika im Transportwesen: Europa, USA und Asien im Vergleich
  • Welche Themen werden zur Zeit bei der UN diskutiert und wann werden diese relevant?
  • Zu beachtende Fristen für die Industrie

Stand der Anpassung der nachgeschalteten Gesetzgebung

  • WGK
  • Lagerung (TRGS 510)
  • Seveso-Richtlinie

Zeitlicher Ablauf

Tag 1:
8.30 Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Unterlagen
9.00 Beginn, 17.00 Ende

Tag 2:
8.30 Beginn, 16.30 Ende
 

Die Zeiten für Kaffeepausen und Mittagessen werden an den beiden Tagen flexibel festgelegt.

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